Camping auf dem Schützenplatz

Der Schützenplatz in Eslohe. Hier sollen bald die ersten Stellplätze für Wohnmobile entstehen. Damit folgt die Verwaltung einem Antrag der SPD. Deutliche Kritik an dem Standort gab es allerdings von der FDP.
Der Schützenplatz in Eslohe. Hier sollen bald die ersten Stellplätze für Wohnmobile entstehen. Damit folgt die Verwaltung einem Antrag der SPD. Deutliche Kritik an dem Standort gab es allerdings von der FDP.
Foto: Frank Selter
Auf dem Esloher Schützenplatz sollen für Touristen Wohnmobil-Stellplätze entstehen. Der Bauausschuss hat die Verwaltung jetzt damit beauftragt, Einzelheiten mit dem Schützenverein abzustimmen.

Eslohe..  Im Gespräch waren anfangs auch Stellplätze am „Platz der Deutschen Einheit“ oder am Parkplatz des Esselbades. Bei vergleichsweise geringen Kosten biete der Schützenplatz jedoch die meisten Vorteile für einen solchen Zweck, betonte Bürgermeister Stephan Kersting. Von Seiten des Schützenvereins seien spontan keine grundsätzlichen Bedenken geäußert worden.

Einstimmig hatte der Gemeinderat bereits im vergangenen Jahr den Antrag der SPD gebilligt, in der Gemeinde Stellplätze für Wohnmobile zu errichten. Bislang, erläuterte SPD-Fraktionsvorsitzender Volker Frenzel damals, sei das Angebot für diese Camper sehr begrenzt im Gemeindegebiet. Öffentliche Stellplätze gebe es gar nicht.

Das wird sich nun ändern. Zunächst sollen drei solcher Plätze an der Schützenhalle entstehen.

„Bedarf ist vorhanden“

Frenzel begrüßte die Pläne der Gemeinde und regte an, im Rahmen des Dorfentwicklungskonzeptes, Möglichkeiten für weitere Stellplätze zu prüfen - „gerne auch in anderen Orten der Gemeinde“, so Frenzel. „Der Bedarf ist vorhanden“, ist er sicher. „Wer mit dem Wohnmobil nach Eslohe kommt, lässt auch Geld im Ort“, fügte er hinzu.

Hubertus Wiethoff von der FDP übte deutliche Kritik am Schützenplatz als Wohnmobil-Stellfläche. „Der Platz ist nicht gut. Camper wollen ans Wasser, an einen Bach“, so Wiethoff. „Wenn wir das Thema schon angehen, dann sollten wir auch etwas Vernünftiges anbieten.“ Ein schlechter Ruf spreche sich schnell herum. Frenzel und Dr. Rochus Franzen von der CDU teilen diese Kritik nicht. Franzen: „Wir vergeben uns keine weiteren Möglichkeiten“, betonten sie unisono.

Einschränkungen soll es für die Caravan-Nutzung an Schützenfesttagen und anderen Tagen mit Großveranstaltungen in und an der Halle geben.

Bauamtsleiter Hubert Müller betont: „Die drei Plätze sind als erster Aufschlag zu verstehen.“ Wenn sie sich lohnen, seien nach oben keine Grenzen gesetzt.

 
 

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