Baubeginn für Fachmarktzentrum in Eslohe

Bürgermeister Stephan Kersting ist froh, dass jetzt endlich der Bau des Fachmarktzentrums beginnt.
Bürgermeister Stephan Kersting ist froh, dass jetzt endlich der Bau des Fachmarktzentrums beginnt.
Foto: WP
Bis Ende Oktober/Anfang November soll das neue Fachmarktzentrum in Eslohe stehen. Mit dem Abriss des ehemaligen Lidl-Marktes haben dafür die Bauarbeiten begonnen.

Eslohe..  Der Zeitplan ist ambitioniert: Bis Ende Oktober/Anfang November soll das neue Fachmarktzentrum in Eslohe stehen. „Probleme erwarten wir nicht“, sagt Projektleiter Ralf Overkamp. Außergewöhnlich werden bei den Bauarbeiten nur die Erdbewegungen sein, um ein einheitliches Höhenniveau für den Markt zu erreichen. Jetzt ist die erste Weichenstellung – der alte Lidl-Markt wurde abgerissen.

Bürgermeister Stephan Kersting ist erleichtert, dass es losgeht. Er bleibt bei seiner Überzeugung: „Das Fachmarktzentrum ist unglaublich wichtig für Eslohe.“ Die neuen geplanten Geschäfte darin seien durchaus weitere Bausteine, um den Wohn- und Wirtschaftsstandort Eslohe insgesamt zu sichern.

Mittendrin: Eslohes günstige Lage

Für eine Stadt mit 9000 Einwohnern habe Eslohe viel an Infrastruktur zu bieten – mit seinen eigenen Schulen, dazu den 500 Schülern in der überregional bekannten Dachdeckerschule, der Nahversorgung, dem Fachhandel vor Ort, der Bundesstraße als ÖPNV-Achse. Dennoch habe das Gutachten zum Einzelhandel belegt, dass bislang Kaufkraft in andere Gemeinde abfließe: „Wenn man erst mal die Zahnpasta in Bad Fredeburg kauft, dann holt man dort auch die Äpfel und noch mehr. Niemand fährt zweimal los.“ Der Kaufkraft-Verlust wird sich in Kerstings Einschätzung künftig aber umkehren: Gerade durch den Drogeriemarkt Rossmann und den Schuh-Filialisten Deichmann, die unter anderem in das Fachmarktzentrum einziehen werden, würden auch wieder auswärtige Kunden nach Eslohe geholt. „Ich bin überzeugt, dass das Zentrum laufen wird“, sagt das Gemeindeoberhaupt. Eslohe komme seine günstige geografische Lage entgegen, nämlich etwa 30 Fahrminuten vom nächsten Mittelzentrum entfernt zu liegen – also von Meschede, Schmallenberg oder Finnentrop. Deshalb würden viele Esloher sich künftig wieder umentscheiden, wo sie einkaufen würden – und viele Auswärtige eben auch. Schon jetzt seien viele Kunden mit Olper Autokennzeichen in Eslohe: Das werde noch zunehmen, ist sich Kersting sicher.

Verkehrsberuhigung und Anbindung

Bei der Ansiedlung des Fachmarktzentrums konnte Kersting nur Mittler sein. Ihre eigene Hausaufgabe wird die Gemeinde direkt im Anschluss an die Bauarbeiten am Fachmarktzentrum angehen. Dann nämlich soll die Tölckestraße insgesamt, aber zunächst vom Kreisverkehr bis zur Kirche, verkehrsberuhigt werden. Dort wird zu schnell gefahren. Im nächsten Schritt soll danach dann der Platz der Deutschen Einheit an- bzw. besser eingebunden werden.

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