An die Spitze der Bewegung stellen

Z.  urzeit vergeht kein Tag, an dem nicht in einem der Fachblätter des Hotel- und Gaststättengewerbes über die Misere in der Gastronomie berichtet wird. Zu geringer Lohn und die Demografie sorgen dafür, dass es immer schwieriger wird, Auszubildende zu finden. Besonders dramatisch ist das im Kochhandwerk. Dort gibt es eben einiges zu lernen. Doch wer nur Fischfilets auftaut, statt Fische zu filetieren oder wer statt selbst kreierter Sauce Tütenpulver verwendet, lernt nicht, wie es richtig geht. Wer dazu noch für jeden Urlaubstag kämpfen muss, seinen eigenen Ausbildungsrahmenplan nicht erfüllt sieht, wenig Wertschätzung erfährt und schlechte Ausbilder hat, überlegt sich dreimal, ob die Gastronomie das Richtige ist.


Das Sauerland ist betroffen, gerade weil wir hier gute Hotels und Restaurants haben. Aber eben auch einige schwarze Schafe. Es wäre doch eine super Werbung für die Region, wenn das Sauerland sich mit der IHK, der Berufsschule und den Gastronomen an die Spitze der Bewegung setzen würde. Eine Bewegung, die sich schon jetzt an anderen Stellen ganz offiziell stark macht für das, was zurzeit in der Kochausbildung an vielen Stellen fehlt: Wertschätzung, angemessener Lohn, faire Arbeitszeiten und einen erstklassigen, auch vom Azubi überprüfbaren Ausbildungsplan in Betrieb und Schule.

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