Alexander von Daake tritt „pro NRW“ bei

rr / ole
Alexander von Daake
Alexander von Daake
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Meschede. Das frühere MBZ-Ratsmitglied Alexander von Daake hat eine neue parteipolitische Heimat gefunden: bei der rechtspopulistischen „Bürgerbewegung pro NRW“.

„Pro NRW“-Chef Markus Beisicht hieß den Neuzugang aus dem Sauerland Mittwochmittag am Rande einer Pressekonferenz in Leverkusen willkommen. Beisicht erklärte gar, von Daake wechsle gemeinsam mit einem „Fraktionskollegen“ zu „pro NRW“. Von Daake, der seit seinem im Juni vollzogenen Austritt bei „Meschede braucht Zukunft“ (MBZ) als fraktionsloses Mitglied dem Mescheder Stadtrat angehört, rückte diese Aussagen seines Parteivorsitzenden aber später zurecht: „Ich komme alleine.“ Er wolle aber „daran arbeiten“, dass dies nicht so bleibe.

Der NRW-Verfassungsschutz führt „pro NRW“ in der Rubrik Rechtsextremismus. Nach wie vor gebe es bei der Partei tatsächliche Anhaltspunkte für den Verdacht verfassungsfeindlicher Bestrebungen, heißt es im Jahresbericht 2009 der Verfassungsschützer.

Von Daake war bei der MBZ ausgetreten, nachdem die Veröffentlichung eines Beitrags aus seiner Feder in der rechtsextremen „National-Zeitung“ massiv kritisiert worden war. Die Wählervereinigung hatte sich daraufhin von ihm distanziert, der Stadtrat hatte eine Stellungnahme gefordert. Von Daake reagierte darauf zunächst mit der Ankündigung, er werde eine schriftliche persönliche Erklärung abgeben. Diese lehnte er aber in der vergangenen Sitzung auf Nachfrage ab.