Zielstrebig – vielleicht bis ins Auswärtige Amt

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Donsbrüggen.  Welches Ziel hat man vor Augen, um so ein tolles 1,0-Abitur hinzulegen? Für Marcel vom Bruch ist es erst mal ein Zwei-Fach-Bachelor in Geschichte und Politik, dann ganz sicher der Master und „als großes Ziel das Auswärtige Amt. Darauf will ich meine Energie forcieren“. Ein guter Schüler war der 18-Jährige immer schon, ab der Oberstufe „habe ich dann stärker gearbeitet, vor Prüfungen gerade in lernintensiven Fächern wie Geschichte jeden Tag. Ich habe mir einen Lernplan erstellt. Ein paar Stunden muss man sich dafür schon nehmen“, sagt er klar.

Da stand die Mitwirkung im Musikzug ASG Nütterden und als Tenorhornist in der Schul-Big-Band des Konrad-Adenauer-Gymnasiums eben hinten an. Aber „das Gleichgewicht zwischen Lernen und Privatem ist wichtig, finde ich“. Als frischer Schiedsrichter auf den Fußballplatz blieb er beim Fußballverband Niederrhein aktiv – zuvor war er Spieler, zuletzt Torwart, beim SV Nütterden. Der Kranenburger will an Wochenenden auch weiter dort pfeifen, wenn er zur Uni nach Bonn umzieht. Und vielleicht dann beim Fußballverband Rhein-Sieg.

Immer schon hat Marcel vom Bruch eine breite Perspektive auf das Leben gehabt. Mit argentinischer Mutter zweisprachig Deutsch-Spanisch aufgewachsen, verreiste er alle zwei Jahre mal nach Peru, mal nach Florida / USA. „Die Verwandtschaft hat mir viel ermöglicht“.

Nach der Grundschulzeit in Nütterden machte er auf dem Konrad-Adenauer-Gymnasium in der AG Fairständnis (für El Salvador) mit. In Salt Lake City / Utah verbrachte er ein halbes Schul-Auslandjahr. „Sehr bereichernd, auch für meine Selbstständigkeit“. Für sein Interessensgebiet Geschichte und Politik engagiert sich Marcel vom Bruch auch privat. Politisch hielt er die Nase in den Wind bei der Juniorakademie „International Law“ in NRW, oder auch Schülerakademie „Lage des Gemeinwohls“ in Sachsen-Anhalt. Geschichtlich arbeitete der Schüler in Sommerferien bei der Deutschen Kriegsgräberfürsorge in Italien mit und ist jetzt ganz gespannt auf Russland. Entweder in Moskau oder Jaroslavl wird er beim Jugendaustausch „Looking for History“ des Volksbundes Kreigsgräberfürsorge teilnehmen und später entsprechend einen russischen Gast in Donsbrüggen aufnehmen. Wohin er noch möchte? Nach Argentinien, ins Vaterland der Mutter, „das kommt bestimmt noch“.

 
 

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