Werke unterstreichen die Qualität

Willem Bodeman: Italienische Landschaft, 1847.
Willem Bodeman: Italienische Landschaft, 1847.
Foto: Freundeskreis Museum Kurhaus
Vier Gemälde der niederländischen Romantik wurden jetzt als Dauerleihgabe dem B.C. Koekkoek-Haus übergeben

Kleve..  Diese Szenerien strahlen eine unglaubliche Ruhe aus, sind geprägt von Licht und Stille. Vor fünf Jahren schon waren die vier Gemälde zusammen mit einem großen Konvolut weiterer Bilder der Romantik in Kleve zu sehen, im Rahmen der Ausstellung „Der romantische Blick“ mit Arbeiten aus der Sammlung Rademakers, nun aber dürfen die Werke für immer im B.C. Koekkoek-Haus bleiben. Mit Unterstützung der Berliner Kulturstiftung der Länder und der Ernst von Siemens-Stiftung München sowie einer Spende des Freundeskreises Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus Kleve konnte das Quartett aus vier Gemälden der niederländischen Romantik nun als Dauerleihgabe nach Kleve geholt werden.

„Das ist ein großer Akt für uns“, freut sich die künstlerische Leiterin des Koekkoek-Hauses, Ursula Geisselbrecht-Capecki. „Wir waren ein ganzes Jahr damit beschäftigt dieses Projekt zu stemmen.“ Die Werke, so die Kunsthistorikerin, setzten einen neuen Akzent für die Sammlung der Schüler und Wegbegleiter Koekkoeks.. „Es sind monumentale Werke, die das Haus in seiner Qualität unterstreichen.“

Sorgfältig ausgewählt

Die Bilder seien sorgfältig ausgewählt, fand Dr. Stephanie Tasch von der Kulturstiftung. Sie beleuchteten das Umfeld Koekkoeks. „Die Bilder aus der privaten Sammlung rücken die niederländische Romantik in den Fokus“, so Tasch. Das Klever Haus besitzt jetzt insgesamt vier Werke des gerade ausgestellten Cornelis Lieste. Derzeit noch provisorisch gehängt, werden sie in Zukunft die Bel Etage des Hauses bereichern.

Zustande gekommen ist der Ankauf der vier Bilder – insgesamt gaben die Stifter 20 000 Euro – durch die Vermittlung des ehemaligen Museumsleiters Guido de Werd. „Der ideelle Wert für das Haus“, unterstrich Geisselbrecht-Capecki, „ist aber deutlich höher.“

Es sind keine in Kleve unbekannten Künstlernamen, die alle aus dem Umkreis um den Malerfürsten kommen. Erworben wurde eine Arbeit von Willem Bodeman. Koekkoeks früher Freund und Weggefährte ist mit einer italianisierenden Landschaft aus dem Jahr 1847 dabei. „Morgenrot am Rhein“ heißt das von der Rheinromantik beeinflusste Gemälde eines Koekkoek-Schülers und späteren Düsseldorfer Malers, Hendrik Lot. Von Pieter Abels und Jacobus Theodorus van Os stammt eine Komposition von Gehöften in einer Landschaft des Gooiland bei Hilversum (1832), das die niederländischen Naturalisten als Quelle der Natur-Inspiration bevorzugten. Schließlich ist die „Landschaft mit Mondsichel über einem Bergsee“ von Cornelis Lieste bereits in der jetzigen Ausstellung zu Gast und gilt als eines seiner Hauptwerke.

Hilfen der Kunststiftung

„Die Sammlung des Koekkoek-Hauses behält mit dem Gemälde „Mondsichel über Bergsee“ von Cornelis Lieste einen liebgewonnen Gast auf Dauer“, freut sich Dr. Martin Hoernes der Generalsekretär der Ernst von Siemens Kunststiftung. „Das Vermächtnis des Mäzens und Unternehmers Ernst von Siemens sowie die großzügige Unterstützung der Siemens AG erlaubten es, die Möglichkeit zum Ankauf entschlossen wahrzunehmen.“

 
 

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