Werbung für die Reserve

Dirk Kraayvanger

Weeze.  Jeder Mitbürger, der einen Tag Soldat war, ist ein Reservist. So steht es in großen Lettern auf einem Plakat in unmittelbarer Nähe des Royal Air Force Museums auf dem Weezer Flughafengelände. Während reger Verkehr zum Terminal herrscht, macht die Reservistenkameradschaft aus Straelen auf sich aufmerksam. Denn der Verein sucht nach ehemaligen Soldaten, die sich ehrenamtlich engagieren möchten.

Zusammenarbeit mit dem Museum

Da bietet die Zusammenarbeit mit dem Museum die besten Möglichkeiten, sind sich die Verantwortlichen rund um Mark Olaf Jansen sicher. „Durch Zufall habe man sich kennengelernt und dann den Tag der offenen Tür geplant“, weiß der Hauptfeldwebel. Wie vielfältig das Engagement der Reservekameradschaft aussieht, wurde schnell deutlich. Im Visier vieler Besucher stand immer wieder die Flugabwehr der Reservisten Arbeitsgemeinschaft (RAG), deren Arbeit sich während ihrer aktiven Bundeswehrzeit auf das Waffensystem HAWK konzentrierte. Mit dem Loader M501 und dem Palette M 390C wurden mit Hilfe von Raketenartrappen anschaulich erklärte, wie dieses Gerät im Kalten Krieg bis 1989/1990 im Einsatz war. „Die Einheiten waren innerhalb von 20 Minuten einsetzbar“, weiß Detlef Greifzu, der den Besuchern vieles Wissenswertes über diesen Flugabwehrtyp mit auf den Weg geben kann.

Ein Stückchen weiter auf dem Zugang zum ehemaligen RAF-Kino hat sich Jan-Steffen Fuhrmann mit seinem Modellbau platziert. Ein besonders Schmuckstück, ein im Maßstab 1:16 nachgebauter Bundeswehr-Lkw, ein Mercedes LG 315/46. „Daran habe ich gut zweieinhalb Jahre gearbeitet.“

Der Modellbauer hat bis auf die fünf Räder das Fahrzeug aus dem Jahre 1956 nachgebaut. „Marke Eigenbau“ ist bei ihm eh angesagt. Es gibt nur wenige Teile, die Fuhrmann dazukauft. Auf Hochglanz polierte Krads der Marke Sachs und KTM, jede Menge Bundeswehrfahrzeuge und nicht zuletzt ein großer Info-Stand des Verbands der Reservistenkameradschaft und der Verein „Russland-Kriegsgräber“ runden das Programm ab.

Zum Abschluss des Tages der offenen Tür gab’s am Nachmittag eine Präsentation zum ehemaligen Fliegerhorst Venlo der befreundeten niederländischen Kameradschaft.