Weitere Flüchtlinge für den Kreis

Die Turnhalle des Berufskollegs in Kleve wurde gestern mit einem Schutzboden ausgelegt.
Die Turnhalle des Berufskollegs in Kleve wurde gestern mit einem Schutzboden ausgelegt.
Foto: NRZ
Der Kreis Kleve richtet bis Montag zwei Notunterkünfte für 300 Menschen ein.Auf dem Airport-Gelände soll Platz für fast 1000 Personen entstehen

Kreis Kleve.  Noch sind viele Details völlig unklar. Aber bereits am kommenden Montag sollen weitere 300 Flüchtlinge in den Kreis Kleve kommen. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat jetzt den Kreis Kleve um die Errichtung zweier Notunterkünfte gebeten. „Wir haben uns sofort mit allen betroffenen Fachbereichen unseres Hauses zusammengesetzt, um eine Unterbringung von 300 Personen zu organisieren“, so Landrat Wolfgang Spreen. Jeweils 150 Flüchtlinge sollen in den Sporthallen der Berufskollegs des Kreises Kleve in Kleve und Geldern untergebracht werden, die ab sofort für diesen Zweck umgerüstet werden.

Bereits gestern verlegten Fachfirmen eine Spanplattenkonstruktion auf den Hallenboden der Turnhalle am Berufskolleg in Kleve. Kreis-Sprecherin Ruth Keuken konnte keine weiteren Angaben machen, da viele vertragliche Details zwischen dem Kreis Kleve und der Bezirksregierung noch nicht geregelt worden seien.

Auch in Weeze wird die Zahl der Flüchtlinge aufgestockt. Zurzeit werden 300 Flüchtlinge in den ehemaligen Soldatenwohnungen untergebracht. Auf dem Eventgelände des Flughafens wäre Platz für weitere 950 Flüchtlinge. Die bereits bestehende Notunterkunft mit 300 Plätzen ist vollständig belegt. Langfristig soll diese Notunterkunft durch eine Zentrale Aufnahme Einrichtung (ZAE) ersetzt werden, die weitere 500 Plätze Kapazität hat. Aufgrund des aktuell starken Zuwachses der Zahl von Flüchtlingen plant die Bezirksregierung Düsseldorf Übergangsweise bis zu 1.000 Flüchtlinge in der Eventhalle im nördlichen Teil des Flughafens unterzubringen. Hier sollen nach dem Q-Base Festival in der Halle und über den Winter Unterkünfte geschaffen und genutzt werden.

Nach Fertigstellung der zentralen Unterkunft (ZAE) auf dem Flughafen Anfang nächsten Jahres wird diese Notunterkunft aufgehoben. Dann können bis zu 800 Flüchtlinge dauerhaft betreut werden. Weeze wurde von der Bezirksregierung angeschrieben und gebeten, mögliche Kapazitäten zu melden. In öffentlichen Gebäuden stehen derzeit keine entsprechenden Unterbringungsmöglichkeiten zur Verfügung. Bürgermeister Ulrich Francken teilte dies der Bezirksregierung mit und verwies auf die entsprechenden Einrichtungen und die Planungen auf dem Flughafen, in Absprache mit der Geschäftsführung der FN GmbH.

„Mit den bestehenden Einrichtungen auf dem Flughafen und auch den geplanten Unterkünften sind wir als Kommune bereits unterstützend tätig. Die Einrichtungen und die dort lebenden Flüchtlinge werden von haupt- und ehrenamtlichen Kräften betreut und unterstützt. Weitere Plätze können wir nicht zur Verfügung stellen. Die Erfahrungen, die wir bisher gemacht haben waren positiv“, so der Bürgermeister.

 
 

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