Von Korea und Quaak im Kochtopf

Kessel..  Gequakt hat er nicht mehr, der Frosch Quaak. Wie auch, wenn man in einem geschlossenen Schnellkochtopf im kochenden Wasser sitzt .... „Grausamkeit“ denken die einen, „Wissenschaft“ behaupten die anderen. Aber ein Blick in die erwartungsvollen Gesichter der Viertklässler der Niers-Kendel-Schule in Kessel, die um den Kochtopf herum standen, verriet dem Betrachter schnell, dass Quaak nie wirklich quaken konnte, weil er ein Styroporfrosch war. Der übrigens auch „gekocht“ Frosch bleibt – nur kleiner und härter.

Der Versuch wurde im Rahmen der Programmvorbereitung für den WDR Kinderradiokanal (KiRaKa) gestern unternommen und die Beschreibung dieses und anderer Versuche im Rahmen der Hexenküche von Joachim Hecker war Mittags dann im WDR 5 KiRaKa zu hören. Den ganzen Tag war das WDR-Team mit Ü-Wagen vor Ort, um mit den neun- bis zehnjährigen Kindern die mittägliche Live-Sendung aus Kessel vorzubereiten. Es galt Versuche durchzuführen und zu beschreiben. Nachrichten zu finden, auszuwählen und in kurze Sätze zu packen. Außerdem durften die Kinder auch Radioreporter und Nachrichtensprecher sein. Doch erst einmal musste alles vorbereitet werden. Während ein Team die Versuche aufbereitete, kümmerte sich ein zweites Team um die „Klicker-Nachrichten“. Hier stellten die WDR-Profis Anne-Rose Heck und Ron Kühler den Kindern jeweils fünf mal zwei Schlagzeilen gegenüber, von denen sie jeweils eine aussuchen mussten. Die Topmeldung „Tote in der Ukraine“ war schnell gefunden, doch dann wurde es schwieriger. Sollte eher Griechenland oder Nordkorea die News füllen? Die Jungen und Mädchen diskutierten das eifrig.

Umweltunverträgliches Griechenland

„Also ich möchte das mit Korea im Radio haben, weil ich finde, dass sich nord und südkoreanische Familien wieder öfter sehen müssen“, betonte die kleine Nina. Und bekam Zustimmung von Viertklässler Ralf - wenn auch aus anderen Gründen: „Für Griechenland bin ich nicht, da wollen zu viele Touristen hin und dafür brauchen sie Gas und Benzin und das ist umweltschädlich.“

In die Kindernachrichten schaffte es dann Korea. Der Milliardenschwere Verkauf von What’s App an Google konnte sich nicht gegen die Nachricht durchsetzen, dass es nun neue Flugzeuge gibt, die keine Fenster mehr haben, sondern nur noch Bildschirme. Eine Neuerung konnte sich gegen den Musikpreis Brit-Award durchsetzen: Der Pfandring. Er ist ein Zusatz für öffentliche Mülleimer zum Abstellen von Pfandflaschen, damit Menschen, die diese Flaschen sammeln und abgeben, um das Pfandgeld zu bekommen, nicht im Müll herum stöbern müssen.

Die Idee fanden fast alle Kinder cool und eine Nachricht wert. „Dann müssen die Leute nicht mehr in die Mülltonnen klettern. Das ist ja auch fies.“ Dann wurden die Nachrichten „knackig“ zusammen geschrieben und aufgepeppt, bevor sie dann Nachmittags von den Kindern einem großen Zuhörer-Publikum live vorgetragen wurden.

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen