Vom Kakapo bis Pompeji

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Kalkar..  Möglichst selbstständig Lernen und selbstbewusst Präsentieren stehen als Fähigkeiten im Mittelpunkt der Schüler-Förderung, die „L.U.P.E.“ heißt – Lern- und Präsentationsentwicklung. Als Pilotprojekt startete sie 2011 auf Veranlassung der Bezirksregierung Düsseldorf. Das Kalkarer Jan-Joest-Gymnasium (JJG) und zwei weitere Gymnasien sowie eine Realschule in NRW sind beteiligt. Nach dem ersten sehr erfolgreichen Durchgang wurde L.U.P.E. dann auf Beschluss der Schulkonferenz in das Schulprogramm des JJG aufgenommen.

Unter der Gesamtleitung von Yvonne Kamer (Specialist in Gifted Education/Echa) und betreut durch zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus den verschiedenen Fachbereichen und auch von einem engagierten Vater, Jörg Gerber, der nun schon zum zweiten Mal mitwirkt, arbeiteten besonders begabte und auch besonders interessierte Schüler/innen rund zwei Stunden pro Woche an einem selbst gewählten Projekt. Fachlehrer und Eltern hatten die Projekt-Schüler vorgeschlagen. Sie durften sich für die zwei Stunden aus dem Regelunterricht auskoppeln oder haben ihre Arbeit am Projekt an den regulären Unterricht angehängt.

Rund drei Monate lang wurde recherchiert, experimentiert, nachgedacht, geschrieben, gebaut und gebastelt. Gestern präsentieren 33 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 8 des Jan-Joest-Gymnasiums die Ergebnisse ihrer Arbeit.

Sieben Präsentationsräume

Feierlich eröffnete gestern Nachmittag Schulleiterin Susanne Janßen die Schau. Dann erklärte beispielsweise Lukas Kruse (Klasse 5) in einem der sieben Präsentationsräume dem Publikum die Funktionsweise einer Zitronenbatterie. Nele van Os, ebenfalls Klasse 5, informierte mit ihrem selbst verfassten und mit eigenen Illustrationen versehenen Buch über eine aussterbende Tierart, den Kakapo. Bei Steffen Grimske (Klasse 8) lernten die Besucher eine Menge über den Produktionsprozess von der Skizze zum fertigen Auto. Andere Schülerinnen und Schüler beschäftigten sich mit selbst gewählten historischen Themen, so Emilie van Afferden mit der Geschichte Kalkars, ihr jüngerer Bruder mit der Geschichte Pompejis.

Und auch das Künstlerisch-Gestalterische kommt nicht zu kurz: Gerd Brudereck aus dem fünften Jahrgang zeigte eine selbst gebaute Müllplastik und Felix Oehmen (Klasse 6) stellte seine Drachenzeichungen vor. Zum Abschluss bekamen alle Teilnehmer/innen eine Urkunde. Musikalisch begleitet wurde das Fest von der Schulband aus der Jahrgangsstufe Q1. Schüler/innen dieser Jahrgangsstufe sorgten auch fürs Catering und kümmerten sich um die Fragen der Gäste.

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