Volksbankneubau ist am „Schönen“ orientiert

Andreas Gebbink
Frank Ruffing, Vorstandsvorsitzender, und Joachim Beisel, Generalbevollmächtigter (rechts), äußern sich zur neuen Zentrale.
Frank Ruffing, Vorstandsvorsitzender, und Joachim Beisel, Generalbevollmächtigter (rechts), äußern sich zur neuen Zentrale.
Foto: Kleve
„Klotzig“ könne man die neue Voba-Zentrale nicht nennen, sagt Frank Ruffing. Im Gegenteil: durch viele Fenster und schlanke Säulen wirke das Gebäude filigran.

Kleve.  Mit ein bisschen Glück können am 1. Juli die Bauarbeiten beginnen. Frank Ruffing, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Kleverland, und Generalbevollmächtigter Joachim Beisel stehen auf jeden Fall in den Startlöchern. Die Planungen für die neue Volksbank-Zentrale am Spoykanal sind schon weit voran geschritten. Gemeinsam mit dem Hotel und dem Geschäftshaus von Sontowski (Minoritenplatz) bildet das Bankhaus das dritte große Element der neuen Unterstadt, über die zurzeit noch intensiv diskutiert wird.

„Es wird ein modernes Gebäude“

Frank Ruffing erläutert das Bauvorhaben noch einmal aus seiner Sicht und dokumentiert anhand eines Modells, dass die Voba-Zentral mitnichten als „klotzig“ empfunden werden könne – ein Vorwurf, der in Kleve durchaus zu hören ist und den die NRZ vor gut drei Wochen in einem Kommentar aufgegriffen hat. Frank Ruffing: „Es wird ein modernes Gebäude, in einem neo-klassizistischen Stil. Wir lehnen uns damit an das Kurhaus oder an Haus Koekkoek an. Es ist ein Versuch, sich an den schönen Gebäuden der Stadt zu orientieren, die es ja durchaus gibt.“

Frank Ruffing sieht die Voba-Zentrale als eine Klammer zum gegenüberliegenden Hotel. Der Baukörper sei daher nicht als rechteckiger Riegel geplant worden, sondern besitze eine Art „Knochenform“ – zur Innenstadt und zur Wallgrabenzone werde der Baukörper breiter. Das Gebäude sei aber deutlich kleiner als das Hotel und werde durch die vielen Fenster, wenigen Beton und schlanken Säulen auch filigran wirken. „Der Bereich am Wasser ist zudem sehr attraktiv“, sagt Ruffing.

Der Vorstandsvorsitzende und Beisel weisen ausdrücklich darauf hin, dass es künftig keine gemeinsame Tiefgarage mit dem Geschäftshaus geben werde, sondern nur eine gemeinsame Einfahrt. Die Voba-Tiefgarage werde 50 bis 60 Stellplätze haben.

In der Innenausstattung des Gebäudes wird man viele gestalterische Elemente aus der neuen Filiale in Schneppenbaum übernehmen. Die Filiale sei die Grundlage für die Gestaltung der neuen Hauptzentrale. Joachim Beisel: „Wir erhalten endlich eine Schalterhalle, die den Namen auch verdient. Das ist ja auch ein Hauptkritikpunkt an den Verhältnissen am Fischmarkt – die fehlende Diskretion.“ Künftig können sich die Berater in guter Atmosphäre mit den Kunden zurückziehen, um Gespräche zu führen.

Die Volksbank werden das Gebäude fast in Gänze für sich in Anspruch nehmen. Eine gastronomische Nutzung im Erdgeschoss ist nicht geplant. 250 bis 300 Quadratmeter sollen an den Einzelhandel vermietet werden, so Ruffing.