Viel Platz für Ideen

Das Gelände der ehemaligen Margarine-Union ist fast so groß wie die gesamte Innenstadt.
Das Gelände der ehemaligen Margarine-Union ist fast so groß wie die gesamte Innenstadt.
Foto: WAZ FotoPool
Das Gelände der Margarine-Union wird überarbeitet. Zevens plant Wohnbebauung

Kleve..  Die Pläne für ein Unterstadt-Zentrum sind vom Tisch. Kein Supermarkt und kein weiterer Einzelhandel auf dem Gelände der ehemaligen Margarine-Union. Investor Bernd Zevens hat von seinem ursprünglichen Vorhaben Abstand genommen und möchte nun gemeinsam mit der Stadt Kleve das gut 28,4 Hektar große Gebiet zwischen Bahnhof und B9 entwickeln. Ein erster Schritt ist ein Rahmenplan für das Gelände. Das Kevelaerer Büro „Stadtumbau“ erstellt im Auftrag von Zevens-Grundbesitz eine Analyse und gibt Empfehlungen für die künftige Nutzung. Was kann man sich hier vorstellen?

Filetstück am Bahnhof

Bernd Zevens denkt an Wohnungen und weitere Studentenwohnheime, in der Nähe der Hochschule. „Aber die Planung liegt jetzt erst bei der Stadt“, sagt Zevens. „Ich habe zwar später Einfluss darauf, aber die Stadt muss grundsätzlich sagen, was sie möchte“, so der Bauunternehmer. Der Zeitpunkt für eine neue Planung sei gut, sagt auch Jochen Koenen von Zevens Grundbesitz. Man könne die Arbeiten in den neuen Flächennutzungsplan aufnehmen.

Für Planer Helmut Hardt ist die Fläche ein Filetstück. Er stellte am Donnerstagabend im Bauausschuss einen Zwischenbericht vor. In der unmittelbaren Nähe zur Innenstadt könne man eine Menge entwickeln. Impulse sieht der Planer vor allem durch eine Verlängerung der Bahnlinie Kleve-Nimwegen. „Für Kleve würden sich die größten Entwicklungschancen ergeben“, sagt Hardt. „Dann bekäme dieses Gebiet eine ganz neue Qualität.“ Auch der Bus- und Bahnverkehr könnte dann wesentlich besser geregelt werden. Hardt denkt an einen „Rendezvous-Haltepunkt“: Die Busse sollen bis unmittelbar an den Bahnsteig heranfahren können.

Das Schweizerhaus möchte Zevens am liebsten abreißen, um hier neuen Platz für Wohnungen zu haben. Zudem möchte er keine weitere Konkurrenz für die Hotels entstehen lassen. (siehe Box)

 
 

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