„Verdrehte Informationen“

Die Einigung scheiterte offenbar an diesen kleinen Wendekreis zwischen Esperance und Schaepenfeld.
Die Einigung scheiterte offenbar an diesen kleinen Wendekreis zwischen Esperance und Schaepenfeld.
Foto: WAZ FotoPool
In der Auseinandersetzung um das Schaepenfeld meldet sich jetzt die Eigentümerin zu Wort: „Uns blieb nichts anderes übrig, als die Fläche zu schließen.“

Kleve..  Sie hat lange gewartet, aber nun möchte Nicole Ebben doch nicht länger schweigen. Zu gravierend erscheinen ihr die Vorwürfe, die gegen ihre Person im Internet erhoben werden und zu fehlerhaft und abstrus die Darstellungen von Nachbar Georg Cluse über die Verkehrssituation am Schaepenfeld. In einem anderthalbseitigen Schreiben, abgestimmt mit einem Rechtsanwalt, nimmt die Klever Architektin jetzt erstmals Stellung zu der Auseinandersetzung um die Straße Schaepenfeld, die seit gestern von ihr zum Teil gesperrt worden ist. Die NRZ berichtete.

Nicole Ebben schreibt: „Das Schaepenfeld liegt im Wesentlichen auf meinen Eigentumsflächen und ist kein öffentlicher Weg. Es ist weder förmlich gewidmet, noch gilt es aufgrund „unvordenklicher Verjährung“ als gewidmet. Dies haben umfangreiche Untersuchungen der Stadt Kleve bestätigt.

Dennoch nutzt Herr Cluse meinen Privatweg als ausschließliche Zufahrt zu seinem Pferdepensionhof. Die früher bestehende Zufahrt zu Esperance wurde beseitigt. Der gesamte Zu- und Abfahrtsverkehr des Pferdepensionsbetriebes, also Einstaller, Lieferanten, Entsorger, wird über mein Eigentum abgewickelt.“

Die Auseinandersetzungen bestehen, so Ebben, seit 2010, als man aus betrieblichen Gründen eine Weidefläche als Pachtland wieder zurückgenommen habe. Seitdem habe Georg Cluse alle Hebel in Bewegung gesetzt, „um unser betriebliches Weiterbestehen zu behindern.“

Die Nachbarin wirft Georg Cluse vor, die Öffentlichkeit „fleißig mit falschen und verdrehten Informationen“ zu füttern. Er versuche der Öffentlichkeit klar zu machen, dass ihr Privatweg ein öffentlich gewidmeter Weg sei.

In einem Gespräch mit dem städtischen Rechtsdirektor Wolfgang Goffin habe man nach drei Stunden ausgehandelt, dass Georg Cluse die 1000 Quadratmeter Wegefläche kaufen könne. „Herr Cluse verknüpfte den Kaufvertrag an unberechtigte Forderungen, die wir nicht zu akzeptieren bereit waren. Somit scheiterte der Versuch einer Einigung mit der schriftlichen Aussage des Herrn Cluse, dass er der ihm sehr unsympathischen Nachbarin kein Geld schenken wolle.“

„Ungeheuerliche Äußerungen“

Anfang Januar habe der Rechtsanwalt von Nicole Ebben noch einmal über die Rechtslage aufgeklärt. „Da er weiterhin unerlaubt mein Grundstück mit schweren Gerätschaften befahren hat, blieb uns nichts anderes übrig, als diese Fläche zu schließen“, so Ebben und betont: „Die derzeitigen Äußerungen in Presse und facebook sind ungeheuerlich und verdrehen alle Tatsachen. Wir sehen uns als Teil einer Dorfposse, in der wir die Geschädigten sind.“

Im Telefongespräch mit der NRZ sagt Nicole Ebben, dass sich nicht glaubt, dass es zu einer schnellen Einigung kommen wird, sondern dies nun gerichtlich geklärt werden müsse. Sie betonte, dass sie nicht bereit sei, die Straße zu sanieren, da sie die Straße am wenigsten nutze. „Herr Cluse war nicht bereit, die Straße zu kaufen“, sagt Ebben.

 
 

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