Unterstützung für Flüchtlinge

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Kleve..  Der Integrationsrat der Stadt Kleve wünscht sich eine bessere Vernetzung der Betreuungsangebote für Flüchtlinge. In der jüngsten Sitzung sagte Mitglied Josef Gietemann (SPD), dass man klare Strukturen haben wolle. Es gebe in Kleve bereits viele Angebote und es sei ein großes Engagement festzustellen. „Ich habe aber die Sorge, wenn dies alles nicht vernetzt wird, wissen die Aktiven am Ende nicht, wie und wem sie helfen können. Die, die helfen wollen, benötigen eine Unterstützung.“

In einem ersten Schritt sollen jetzt die bereits bestehenden Initiativen aufgelistet werden. Hierbei möchte man auch auf die Expertise des Freiwillingenzentrums der Caritas zurück greifen, hier sind bereits viele Gruppen vermerkt. Eva-Maria Dellbeck, selbst sehr aktiv in der Flüchtlingshilfe, schlug vor, dass das Freiwillingenzentrum eine Koordinierungsstelle sein könnte. Allerdings fehlen auch hier Freiwilligen, die diese Arbeit übernehmen. Eine Arbeitsgruppe soll nun gemeinsam mit der Stadtverwaltung die bisherigen Strukturen erfassen und erste Handlungsschritte entwickelt.

Die Volkshochschule Kleve hat in diesem Jahr erstmals eine Integrationslotsenschulung durchgeführt. 17 Teilnehmer haben sich mit den Themen Migration in Deutschland, interkulturelle Kompetenz, Klever Netzwerke und Asylrechtsfragen auseinandergesetzt, um den Asylbewerbern helfend zur Seite zu stehen. Weitere 30 Interessierte aus der Bürgerschaft stehen auf einer Liste, sie sollen im kommenden Semester ausgebildet werden.

Ein Sprachkurs, den die VHS angeboten hatte, wurde von den Asylbewerbern kaum in Anspruch genommen – es hatte sich nur eine Person gemeldet. Die Asylbewerber hätten einen geringen Eigenanteil leisten müssen. Viele greifen daher lieber auf die kostenlosen Angebote der Freiwilligengruppen zurück. Aber: „Die VHS-Kurse sind zertifiziert und werden auch auf dem Arbeitsmarkt anerkannt“, sagte die Gleichstellungsbeauftragte Yvonne Tertilte-Rübo.

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