Swertz baut größten Baumarkt im Kreis

Andreas Gebbink
Rudolf Swertz, Ralph Lach,Manuela Dueckerhoff, Manfred Aal, Niederlassungsleiter Michael Giesen und Karl Heinz Voellings präsentierten de Pläne.  Foto: Heinz Holzbach WAZ FotoPool
Rudolf Swertz, Ralph Lach,Manuela Dueckerhoff, Manfred Aal, Niederlassungsleiter Michael Giesen und Karl Heinz Voellings präsentierten de Pläne. Foto: Heinz Holzbach WAZ FotoPool
Foto: Kleve

Kleve. Das Unternehmen Hagebau wird am Klever Ring Ecke Tweestrom einen neuen Baumarkt errichten. „Es wird der größte Baumarkt im Kreis Kleve werden“, versprach gestern Rudolf Swertz, der die neue Halle mieten wird.

Der Geschäftsführer der gleichnamigen Baumarktkette rechnet mit einer Bauzeit von einem Jahr. Wenn alles glatt geht, könnte der Markt bis Mitte 2013 fertig gestellt sein. „Die Anträge werden noch vor Weihnachten eingereicht“, sagte Swertz. Gestern seien die letzten Vorgespräche mit der Hagebauzentrale geführt worden.

Wie berichtet muss der jetztige Markt an der Ludwig-Jahn-Straße weichen. „Hier gibt es für uns zu wenige Entwicklungsmöglichkeiten“, so Swertz. Auch die Belieferung des Marktes durch große Lkw sei mitunter ein Problem.

Im Klever Industriegebiet werde man den Kunden ein viel umfangreicheres Angebot vorhalten können und einen wesentlich größeren Parkplatz. Der neue Baumarkt werde doppelt so groß. Swertz kündigte die Umsetzung eines „Baustoff Drive-Ins“ an.

„Wat liegt, dat liegt“ ist eine einfache Handwerkerweisheit. Und wenn man sich die riesigen Fliesenformate im nigelnagelneuen Studio der Firma Swertz anschaut, dann möchte man meinen: Is auch besser so. Denn das Verschieben, Verrücken und Anpassen der Fliesen mit Mega-Formaten von drei mal einem Meter, ist eine echte Herausforderung. Da kann nicht jeder ran.

Zugegeben: Die Riesenfliesen sind etwas für den exklusiven Geschmack. Aber auch grundsätzlich gilt: Fliesen können heute gar nicht groß genug sein: „Die 20 mal 25er Formate sind einfach out“, sagt Manfred Aal, der die neue Ausstellung an der Flutstraße entwickelt hat. Heute müssen es mindestens 30 mal 60 Zentimeter sein, will man sein Badezimmer mit Stolz präsentieren.

„Der Markt hat sich in den vergangenen Jahren unglaublich gewandelt“, sagt Geschäftsführer Rudolf Swertz, der den Umbau der 900 Quadratmeter großen Ausstellung finanziert hat. „Wir haben jetzt seit zehn Jahren nicht mehr in größerem Rahmen investiert“, erzählt er. Mit der neuen Ausstellung könne man sich auch mit großen Ausstellungen in NRW messen.

Farblich entwickelt sich der Fliesenmarkt wieder Richtung heller und brauner Töne: „In den vergangenen Jahren waren es vor allem die Farben Schwarz und Weiß“, sagt Experte Ralph Lach.

Die Fuge gegen Dreck

Zu einem beliebten Renner haben sich Fliesen in Parkettoptik entwickelt. Ganz neu auf dem Markt: Fugenmasse, die gegen Schimmelbefall beständig ist und an der kein Dreck haften kann. „Dreck auf den Fugen ärgert doch jede Hausfrau“, sagt Lach. Neben den Fliesen werden auch weiterhin Natursteinformate gezeigt: Fensterbänke, Treppen, Waschtisch- und Küchenplatten. Die Austellung ist von 8 bis 18 Uhr zu sehen.