Stillstand für neue Windräder

Windanlagen Kalkar
Windanlagen Kalkar
Foto: NRZ
Auch für zwei von Kalkar bereits genehmigte Anlagen in Neulouisendorf. „Weil der Kreis Kleve das fachlich anders sieht als wir“, so Stadtoberbaurat Sundermann

Kalkar..  Eigentlich hätten sie sich schon bald auf dem Monreberg bei Neulouisendorf drehen und saubere Energie erzeugen können. Doch die geplanten und teilweise ja auch von der Stadt Kalkar bereits genehmigten ziemlich großen Windanlagen lassen weiter auf sich warten. Grund: Der Kreis Kleve als übergeordnete Genehmigungsbehörde stellt sich quer. Er bestehe darauf, dass die gesamte 57. Änderung des Flächennutzungsplanes für das gesamte Stadtgebiet zur Planungsreife gebracht wird, wie es heißt.

„Das kann noch gut ein Jahr dauern, vielleicht länger“, sagt Kalkars Stadtoberbaurat Frank Sundermann auf NRZ-Anfrage. Was im Klartext bedeutet, dass gerade die Investoren für zwei Anlagen auf dem Monreberg, für die der Stadtrat bereits die Baugenehmigung erteilt hat, weiter ausharren müssen. Eben so lange, „bis auch für alle anderen in Planung befindlichen Windanlagen Rechtsklarheit besteht“, so Sundermann.

Obwohl für zwei der vier auf dem Monreberg geplanten Anlagen bereits alle vorgeschriebenen Gutachten im Rahmen des abgeschlossenen Bebauungsplan-Verfahren vorliegen, sprich alle Prüfungen durch sind, die „Genehmigungs-Fähigkeit also gegeben ist“, so Sundermann, müssen sich die Investoren weiter gedulden. „Weil der Kreis Kleve das fachlich eben anders sieht“, so sein Kommentar.

Für die Investoren der beiden Windkraftanlagen auf dem Monreberg ist das nicht wirklich lustig. Immerhin arbeitet die Zeit mit Blick auf die vom Bund geplante Änderung des „Eneuerbares Energie Gesetz“ (EEG) gegen sie. Soll doch die Vergütung für die Stromeinspeisung weiter gekürzt werden.

Zurzeit sind auf Kalkarer Stadtgebiet acht Windkraftanlagen in Betrieb, weitere acht sind vorgesehen – inklusive der „Bürgerwindräder“ in Hönnepel, wo zurzeit die Gutachten unter anderem wegen Lärm- und Vogelschutz erstellt werden. In Summe wollen die durchweg aus Kalkar stammenden Geldgeber noch rund 25 Millionen Euro investieren.

Die Gutachten für alle vier Hönnepeler Windanlagen im „Suchraum 3“ dürften in nächster Zeit vorliegen. Dann entscheidet sich wohl auch, ob Anlieger des Feriengebietes „Oybaum“ dagegen klagen werden (NRZ berichtet).

Durchaus möglich ist, dass noch weitere Anlagen gebaut werden – losgelöst vom sogenannten „Außenbereich“. Grundsätzlich gilt nämlich, dass auch in Sonder- und Gewerbegebieten, also auf dem Gelände des „Freizeitpark Wunderland Kalkar“ und in Kehrum, noch Windanlagen möglich sind – wenn die vorgeschrieben Gutachten positiv ausfallen würden. Dann würde Kalkar so viel Öko-Strom erzeugen, dass damit alle 13 000 Einwohner versorgt werden könnten.

 
 

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