Startschuss für Alleenradweg

Viehpark Uedem
Viehpark Uedem
Foto: NRZ
Am 22. April beginnen die Bauarbeiten für den Radweg von Uedem bis Uedemerbruch. Los geht’s in Kürze auch mit der Freizeitstätte für junge Leute

Uedem..  Pünktlich zum Frühlingsbeginn starten jetzt auch bald zahlreiche Bauaktivitäten in Uedem, etwa der schon lange diskutierte Alleenradweg. „Die Ausschreibung ist erfolgt“, bestätigt jetzt Bürgermeister Rainer Weber im NRZ-Gespräch. Der Startschuss für das erste Teilstück des Radwegs entlang der ehemaligen Boxteler-Bahn-Trasse, der später bis Xanten führen soll, fällt am 22. April. Ende Oktober soll der Radweg bis Uedemerbruch fertig sein.

Darüber dürfen sich dann sowohl einheimische Radfahrer wie auch Touristen freuen, die etwa aus Richtung Xanten kommen. Bislang sind die auf der vielbefahrenen und nicht ungefährlichen Landstraße unterwegs. Einen Radweg gibt es bekanntlich nicht.

Für Weber ist der zweite Teil des Alleenradweges nicht weniger wichtig. Er soll nordwestlich von Uedemerbruch über einen landwirtschaftlichen Weg bis zum Parkplatz des Ausflugslokales „Villa Reichswald“ führen. „Hier müssen aber wieder Grundstücksgespräche aufgenommen werden“, bremst Weber zu optimistische Zeitvorstellungen, was die Realisierung des Projektes betrifft.

Außerdem stünden noch weitere Termine, etwa mit Forst und Unterer Landschaftsbehörde an. Weber: „Es fehlt ebenso noch ein entsprechender Ratsbeschluss für die Umsetzung!“ Er gehe aber davon aus, dass mit dem Bau des zweiten Abschnittes des Radweges im nächsten Jahr begonnen werden könne.

Wichtig sei der Alleenradweg auch mit Blick auf den Wohnmobil-Stellplatz an der Bergstraße. Denn der wird weiterhin kaum frequentiert, was sich mit dem Radweg sicher ändern würde.

Allein darauf will sich Weber aber nicht verlassen. Weil man mit dem bisherigen Pächter nicht zufrieden ist, soll der Vertrag, der noch bis 2018 läuft, frühzeitig gekündigt werden. „In Kürze werden wir darüber Gespräche führen“, bestätigt der Bürgermeister im NRZ-Gespräch. Nicht nur die offenbar im Vergleich mit anderen Plätzen in der Umgebung zu hohen Preise für Wohnmobilisten sollen gesenkt werden. Man will andere Technik einsetzen, etwa Münz-Automaten. „Der Wechsel, vielleicht sogar mitten in der Saison, wird uns sicher Geld kosten“, ahnt Weber. Denn dem jetzigen Pächter gehört ein Teil der Infrastruktur, etwa das Blockhaus. 25 Stellflächen stehen auf dem Gelände zur Verfügung. Rund 120 000 Euro hatte die Gemeinde hier vor etwa sechs Jahren investiert.

Abgeschlossen ist mittlerweile die Umplanung der Freizeitstätte, die jetzt nur noch für Jugendliche ausgelegt ist. Der Bolzplatz (17 mal 34 Meter) rückt näher an die Hohe Mühle heran, dorthin, wo zuvor Angebote für Senioren vorgesehen waren. Geblieben sind Skater- und Biker-Parcours.

Boule und Schach für Senioren sind wie vom Seniorenbeirat angedacht weiter im Viehpark denkbar, aber auch am neuen Jugendheim. Darüber müsse jetzt weiter gesprochen werden, sagt Weber.

 
 

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