Stadtradeln: Radweg Kalkarer Straße ist ein schlechter Witz

Kreis Kleve.  Die Bilanz der ersten Woche war: Das wesentliche Element der Fahrradfreundlichkeit in Kleve sind derzeit die Baustellen, die den Autoverkehr zu den Stoßzeiten lahmlegen. Einmal bin ich gegen halb fünf die Nassauerallee entlang geradelt und habe innerhalb von anderthalb Minuten 60 Autos überholt. Überraschenderweise habe ich während der 99,4 Kilometer der ersten Woche auch keine brenzlige Situation erlebt – was Mut machte, in größeren Maßstäben zu denken.

Deshalb die Ziele der zweiten Woche: Goch, Kevelaer, Arnheim, Nimwegen. Die beiden deutschen Städte haben jeweils ein negatives Highlight: Der Radweg an der Kalkarer Straße ist ein schlechter Witz aus kein Radweg, zugeparktem Radweg und postkartenbreitem Radweg – wer immer das geplant hat, sollte verklagt werden.

Wer wiederum Kevelaer über die Bahnstraße in Richtung Kleve verlässt, erlebt, dass der Radweg erst einmal unauffindbar ist und erst in Höhe der Shell-Tankstelle wieder auftaucht. Der Weg führt durch ein Gewerbegebiet und erweckt nicht den Eindruck einer Streckenführung, bei deren Planung irgendeine Art von Gehirn im Spiel war.

Der Tipp für weitere Strecken: Nie die schnellste Strecke wählen, die Google vorschlägt, sondern eine der in der Regel nur unwesentlich längeren Varianten, und der Radler wird belohnt mit einsamen, oftmals autofreien Strecken durch nie zuvor wahrgenommene Landschaften.