Spyckbrücke wird abgerissen

Die Spyckbrücke kann nicht mehr saniert werden. Der Landesbetrieb wird sie austauschen.
Die Spyckbrücke kann nicht mehr saniert werden. Der Landesbetrieb wird sie austauschen.
Foto: WAZ FotoPool
Landesbetrieb teilte gestern der Verwaltung mit, dass das Bauwerk definitiv nicht saniert werden kann. Panik sei aber nicht angebracht: Austausch erst in 10 Jahren

Kleve..  Die Klever Spyckbrücke muss definitiv abgerissen werden. Dies teilte gestern Mittag eine fünfköpfige Vertretung von Straßen.NRW der Klever Stadtverwaltung in einer internen Besprechungsrunde mit. Tiefbauamtsleiter Willibrord Janßen berichtete gestern Abend den Ratsmitgliedern auf Anfrage, dass man die Brücke aufgrund des baulichen Zustandes nicht mehr sanieren könne: „Die Brücke Spyckstraße muss definitiv abgebrochen werden“, so Janßen. Allerdings gebe es keinen Grund zur Panik. Die Brücke könne noch bis zu zehn Jahre für den Verkehr ausreichend sein. Kämmerer Willibrord Haas sagte, dass der Landesbetrieb das Bauwerk alle sechs Monate überprüfe.

Grünes Licht für Querung Spoykanal

Wie berichtet, macht sich die Klever Stadtverwaltung aktuell Gedanken über die künftige Verkehrsführung, wenn die Spyckbrücke ersetzt werden muss. Bürgermeister Theodor Brauer betonte gestern erneut, dass der Landesbetrieb keine Gewähr dafür geben könne, dass die Spyckbrücke nicht auch schon in einem halben Jahr abgerissen werden müsse. „Sie ist gefährdet“, so Brauer. Willibrord Haas relativierte: „Wir wollen nicht dramatisieren. Die Brücke ist jetzt problemlos zu überfahren. Aber das kann sich jederzeit ändern.“

Der Landesbetrieb teilt gestern zudem mit, dass die Brücke über den Spoykanal nicht abgerissen werden muss. Diese könne man noch sanieren. Willibrord Janßen sagte, dass man 2015 mit den Betonarbeiten beginnen werde und im Sommer 2016 die Fahrbahn erneuern wolle. Dann käme es sechs Wochen lang zu Verkehrsbehinderungen. Der Straßenverkehr müsse dann einspurig geführt werden. Der Landesbetrieb wolle die Baustelle in die Sommerferien legen, damit der Verkehr auf dem Klever Ring nicht zu stark behindert werde. Täglich nutzen 15 000 Kfz die Brücke.

Zur Diskussion über die Rechtmäßigkeit des Bebauungsplanes Unterstadt (wir berichteten) führte Baudezernent Jürgen Rauer aus, dass der Rat einen rechtsgültigen Plan beschlossen habe und die Verwaltung auch davon ausgeht, dass dieser Bestand haben wird. Wie berichtet, hatte die Denkpause einen Anwalt eingeschaltet, der offenbar juristische Mängel am Bebauungsplan festgestellt hat.

Jürgen Rauer sagte dazu, dass der Antragsteller sich Gedanken darüber machen sollte, was er mit einem möglichen Normenkontrollverfahren bewirken würde. Wenn der Bebauungsplan aufgehoben würde, dann käme der alte B-Plan zum Zuge. Und der ließe eine noch größere Bebauung auf dem Minoritenplatz zu.

 
 

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