Sparkassen überlegen eine Fusion

Die Sparkassenvorstände müssen das Thema erst noch duchkauen, ob ihnen eine Fusion schmecken kann.
Die Sparkassenvorstände müssen das Thema erst noch duchkauen, ob ihnen eine Fusion schmecken kann.
Foto: WAZ FotoPool
Vorstände aus Kleve, Emmerich-Rees und Straelen nehmen Sondierungsgespräche auf

Kreis Kleve.  Die Vorstandsvorsitzenden der Sparkassen Kleve, Emmerich-Rees und Straelen nehmen Sondierungsgespräche über eine mögliche Fusion der drei Institute auf. Dazu haben die Verwaltungsräte der drei Sparkassen am Freitag und Montag grünes Licht gegeben.

Untersucht werde, ob die Sparkassen den Herausforderungen, denen sich besonders regionale Kreditinstitute in den nächsten Jahren stellen müssen, so besser gemeinsam begegnen könnten. Die drei Vorstandsvorsitzenden Rudi van Zoggel, Horst Balkmann und Michael Wolters formulieren den klaren Willen von Vorständen und Verwaltungsräten: „In erster Linie sollen die Sparkassenkunden sowie die Bürger und Unternehmen der Region von einer möglichen Fusion profitieren.“ Eine gemeinsame Sparkasse erhalte „Spielraum im gewerblichen Kreditgeschäft“ und verbreitertes Beratungsangebot. Die politisch gewollte Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank sowie ständig neue Regelungen im Bereich der Bankenaufsicht stellten Regionalbanken vor Herausforderungen. Einfluss hätten auch der Wettbewerb um Firmen- und Privatkunden, technische Infrastruktur, Digitalisierung, demographischer Wandel.

Die Ergebnisse der Sondierungsgespräche sollen den Sparkassen-Gremien bis Anfang Mai 2016 vorgelegt werden. Falls man die Fusion wünsche, schlössen sich konkrete Verhandlungen an. Die Sparkasse Kleve ist in Bedburg-Hau, Kalkar, Kleve, Kranenburg und Uedem mit Geschäftsstellen vertreten, ihre Bilanzsumme: 1,2 Milliarden Euro. Stadtsparkasse Emmerich-Rees: Bilanz 796 Millionen €. Sparkasse der Stadt Straelen Bilanz 314 Mio €.

 
 

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