Sicherheit statt Vollkasko-Mentalität

Johannes Thor mit seinem PT 6 Hexacopter, der u.a. für Videoproduktionen oder Infrarot Filme und Fotos Kameras bis 5 KG transportieren darf.  Foto: Heinz Holzbach/WAZ/FotoPool
Johannes Thor mit seinem PT 6 Hexacopter, der u.a. für Videoproduktionen oder Infrarot Filme und Fotos Kameras bis 5 KG transportieren darf. Foto: Heinz Holzbach/WAZ/FotoPool
Foto: Kleve

Kalkar.. Einbruchssicherungen, Brandmelder, Hubschrauberdronen im Miniformat, Plagiatschutz und mehr - all das begegnet Fachbesuchern zur Zeit (16./17.11. 2010) auf der „Securcom“ im Wunderland Kalkar.

Einem deutsch-niederländischen Kongress mit Fachmesse zum weiten Themenfeld „Sicherheit“.

Hightech überall: Diebstahlsicherungen, Minihubschrauber basierend auf Mikrokopter-Technologie, raffinierte Schadensaufklärung und Hilfe im Falle eines Falles durch Internetportale geben seit gestern und noch bis heute Abend Einblicke in die modernsten Strategien gegen Verbrechen.

Detlev Burgartz aus Köln gilt als „geistiger Vater“ der Fachmesse, wie Claudia Scholtyssek, Sprecherin des Wunderlands Kalkar, verriet. Und Burgartz hat ein Ziel, das er mit der Messe verfolgt: Als Experte und Dozent für die Abwehr und Aufklärung von Versicherungskriminalität bei proversicherer liegt es ihm im beruflichen Blut, die Menschen über das Thema zu informieren. „Das Thema Sicherheit hat einen Wert. Viel zu viele ziehen lieber um, wenn bei ihnen eingebrochen wurde, anstatt ihre Wohnung entsprechend zu sichern. Und viel zu viele sagen. ‘Ich bin ja versichert’. Das ist Vollkasko-Mentalität.“ Sicherheitsbewusstsein, so der Fachmann, ist es aber, das wirklich schützt. Man sei in der „EU der 27“ angekommen, aber noch nicht beim Thema Sicherheit. „Gerade die wird aber immer wichtiger, wo alle grenzenlos unterwegs sind und sein dürfen. Auch im Internet“, so Burgartz.

So boten die Aussteller modernste Anlagen, Sicherheitschecks und Schadensbegrenzungs- sowie Aufklärungsmittel. Und doch faszinierte eine Vorführung ganz besonders, eine sehr bodenständige, technisch gesehen sehr veraltete Methode für ein gutes Stück Sicherheit: Die Beamten der Kreispolizeibehörde Kleve, Diensthundeführer Jan Reidenbach und Johann Jansen mit seinem Malinoisrüden Rico (6), zeigten Parts aus ihrer täglichen Arbeit. So erschnüffelte Rico schnell Sprengstoffe, Waffen und Pulver in einem zu Demozwecken präparierten Wagen.

Ein Fachbesucher aus dem Ausland wollte wissen, ob das nicht auch Computer könnten. Reidenbach. „Es gibt Schnüffelgeräte, aber sie können bis heute nicht die Nasenleistung eines Hundes ersetzen.“

 
 

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