Schokoticket: Eltern erwägen Klage

Eltern protestieren gegen das Schokoticket, wie hier in Hoennepel bei Kalkar an einer Bushalte. 25.2.2012 Foto Dirk Schuster WAZ FotoPool
Eltern protestieren gegen das Schokoticket, wie hier in Hoennepel bei Kalkar an einer Bushalte. 25.2.2012 Foto Dirk Schuster WAZ FotoPool
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Kreis Kleve.. Die Eltern machen ernst: Auf einem Treffen mehrerer Schulpflegschaftsvertreter des Niederrheins hatten sie vier Forderungen an den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) formuliert – um im Kern die Bezahlpflicht für das Schokoticket zu kippen. Da der VRR auf die Forderungen wohl nicht eingehen werde (Am Wochenende erfuhren sie, dass ihre Forderungen vom Verwaltungsrat als „einnahmewirksame Maßnahmen“ wohl „skeptisch beurteilt werden“), erwägen die Elternpflegschaften, eine Verwaltungsklage einzureichen. Sie suchen nun nach Betroffenen, die Juristen sind.

Der VRR habe sich trotz massiver Proteste, Unterschriftenaktionen und Resolutionen keinen Millimeter bewegt. „Hier nutzt ein Monopolist die Vorgaben aus der vom Schul- und Verkehrsministerium erarbeiteten Schülerfahrkostenverordnung bis an den Rand des Legalen aus“, schreiben sie, „damit die Eltern der Fahrschüler die Defizite des Verkehrsverbundes ausgleichen.“ Die gemeinsamen Forderungen lauten:

1. Neben dem Schokoticket mit Freizeitfahrten solle es ein kostenloses „Schokoticket light“ geben.

2. Sollte das Schokoticket zu den aktuellen Bedingungen weiter angeboten werden, dann mit einer Reduzierung des Eigenanteils, wie dies auch der Verkehrsverbund Rhein-Sieg für ländliche Gebiete eingeführt hat.

3. Kostenlose Fahrradmitnahme, Anruftaxi und Bürgerbus sollen im Schokoticket enthalten sein.

4. Mehr Schulbusse, damit Kinder sicher und nicht wie Sardinen in der Dose zur Schule kommen.

Als Elternvertreter waren aus dem nördlichen Kreis Kleve bei dem Treffen: Bettina Kracht und Andre Hoiboom, Gymnasium Goch; Jens Breuer, Gesamtschule Mittelkreis Goch; Claudia Kösters, Leni-Valk-Realschule Goch; Daniel Maaßen, Jan-Joest-Gymnasium Kalkar. Verhindert waren: Georg Neumayer, Realschule Rees; Hermann Kemper, für Kinder aus Bedburg-Hau; Silke Baufeld, Leni-Valk-Realschule Goch. Als Vertreter der Schulverwaltung war Ludger Beltermann (Rees) gekommen.

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