Schöner radeln auf der Bahntrasse

Der Alleenradweg  in Kalkar an der alten Bahnstrecke soll schon Mitte Mai fertig sein, Nicht nur für Roller und Hund ein Gewinn.
Der Alleenradweg in Kalkar an der alten Bahnstrecke soll schon Mitte Mai fertig sein, Nicht nur für Roller und Hund ein Gewinn.
Foto: NRZ
Alleenradweg entlang ausgedienter Bahntrasse an B 57 wird um dreieinhalb Kilometer langes Teilstück auf Kalkarer Stadtgebiet ergänzt

Kalkar..  Dort, wo einst Schienen die Landschaft durchschnitten und ratternde Züge fuhren, herrscht entlang der B 57 schon lange Stille. Vielerorts wurden die Gleise bereits abmontiert und die Strecken zu Alleenradwegen umgebaut. Viele dieser Radwege führen größtenteils originalgetreu über die alte Bahntrasse durch die niederrheinische Landschaft. In Kleve und auch an der Stadtgrenze zu Kalkar in Richtung Wallfahrtsort Marienbaum, Mörmter und Xanten. Bereits Mitte Mai soll das wichtige Verbindungsstück auf Kalkarer Gebiet fertiggestellt sein und damit die Strecke Kleve-Xanten um eine dreieinhalb Kilometer lange, weitere Radstrecke ergänzen bzw. verbinden.

„Der Weg wird wohl schneller fertiggestellt sein, als ursprünglich geplant“, verriet der Sprecher der Stadt Kalkar, Harald Münzner, im Gespräch mit der NRZ. „Ursprünglich war der Juni angedacht, aber so wie es aussieht kann wohl schon Mitte Mai Eröffnung gefeiert werden.“

Dann kommt der Radweg auf der stillgelegten Eisenbahntrasse zwischen Xanten und Kleve seiner Vollendung wieder ein Stückchen näher. In Kalkar reicht das Teilstück von der Einmündung „Am Bahndamm“ bis zur Straße „Schafsweg“. Vom parallel zur B 57 verlaufenden Radweg werden die Fietser über die Straße „Am Bahndamm“ auf die ehemalige Gleisstrecke geführt.

Vom Kreuzungsbereich „Ginsterweg“ wird der Radweg bis zum „Schafweg“ auf der stillgelegten Eisenbahntrasse verlaufen. Der vorhandene Gleisschotter wurde dafür gebrochen und als Unterbau für die neuen Asphaltschichten eingebaut.

Verkehrsinsel als Querungshilfe

Im Bereich des Fachmarktzentrums wird der Radweg über die Straße „Dammweg“ zunächst zum Kreisverkehr B 57/B 67 geführt und im Einmündungsbereich „Behrnenweg“ wieder der alten Bahntrasse folgen. „Die Überquerung der Bundesstraße 57 erfolgt dort dann mittels einer sogenannten Querungshilfe in Form einer Verkehrsinsel“, erklärte Stadtoberbaurat Frank Sundermann. Das Gesamtprojekt Alleenradweg kostet für das Kalkarer Gebiet 460 000 Euro. Davon werden 75 Prozent vom Land gefördert. Der Radweg wird - wie die bereits bestehenden Kilometer – ebenfalls komfortabel zu befahren sein und an einigen Stellen den Charakter einer Allee haben.

Tourenradler, Fahrradfahrer mit E-Bikes oder Scooter- bzw. Tretrollerollerfans werden ihre Freude an der ausgebauten Strecke haben. Vollendet ist die gesamte Strecke „Alleenradweg Kleve-Xanten“ entlang der ausgedienten Eisenbahntrasse deswegen noch lange nicht. Im Landesprogramm „Kommunaler Straßenbau 2009“ war die gesamte Strecke von Kleve bis Xanten aufgeführt. Bislang lehnt aber die Gemeinde Bedburg-Hau einen Ausbau auf ihrem Gebiet auch aus Kostengründen ab (Ratsbeschluss).

Deswegen sind nur Teilstücke des Weges in Xanten, Kleve und jetzt in Kalkar fertig gestellt worden. In Kleve wurde das erste Stück des Radwegs vom Wohnmobilstellplatz bis zum Pappelweg und später noch bis zur Wiesenstraße verlängert.

 
 

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