Schloss Wissener Handwerksbier

Schloss Wissen hat nun ein eigenes Bier - vier verschiedene Sorten, exklusiv. Raphaël Freiherr von Loë (li) prostet dem Bierbrauer Ulrich Knäblein von der kleinen Privatbrauerei zu.
Schloss Wissen hat nun ein eigenes Bier - vier verschiedene Sorten, exklusiv. Raphaël Freiherr von Loë (li) prostet dem Bierbrauer Ulrich Knäblein von der kleinen Privatbrauerei zu.
Foto: NRZ
Ab sofort gibt’s exklusiv von der kleinsten Privatbrauerei Deutschlands vier Biersorten in Weeze

Weeze..  Die schlimmsten Unwetter sind vorüber, die Sonne lacht hin und wieder vom Sommerhimmel und Raphaël Freiherr von Loë prostet auf der Terrasse der historischen Wassermühle seinem Hoflieferanten in Sachen Bier zu. Der ist im „wirklichen Leben“ Dozent in der Erwachsenenbildung und heißt Ulrich Knäblein. In Stuhr bei Bremen hat er sich einen guten Namen mit der Braukunst gemacht. Seit nun mehr zwei Jahren braut er Gerstensaft in verschiedenen Variationen und in absoluten Kleinstmengen. Wahrscheinlich ein Grund, warum es kaum möglich ist, an Bier aus seiner Brauerei zu kommen. Um so gelungener der Coup der Familie von Loë, die Feine Privatbrauerei Braugut Stuhr als festen Hoflieferanten zu gewinnen.

„Jahrzehnte haben wir als Eigenmarke die Fruchtsäfte gehabt, nun können wir das Bier als eigene kleine Produktserie zu den zur Markenfamilie Schloss Wissen gehörenden Hausmarken hinzufügen“, erklärte Raphaël Freiherr von Loë. Zu den Hausmarken zählt immer noch der Apfelsaft, aber auch Bienenhonig und Beerenmarmelade. Der Gerstensaft passt als neue Marke auch im Rahmen des Jubeljahres 555 Jahre Schloss Wissen gut ins Programm. Er ist alles andere als billig, sondern in jeder Beziehung exklusiv. Eine Flasche ist je nach Sorte von ca. 2,50 bis 4,20 Euro zu haben.

Besonderer Geschmack

Auch der Geschmack ist besonders, wie Knäblein bei der Präsentation der Biere in der historischen Wassermühle von Schloss Wissen im Beisein der Familie van Loë im Rahmen einer „Bierprobe“ demonstrierte. Da ist als erstes das Kellerbier, gebraut aus reinem Gerstenmalz. Leicht, gut trinkbar, mit einem „malzigen Ton im Abgang“. Der spezielle Hopfen gibt einen leichten Zitrusduft ab. Urteil der NRZ: Lecker!

Dann das Landbier, heller als das Kellerbier, ein Gebräu mit Pilsener Malz- und Weizenanteil. Der bittere Hopfen gibt diesem Gebräu einen eigenen Geschmack. Die NRZ findet: Süffig! Dagegen sind die beiden hochwertigeren Biermarken für die NRZ-Verkosterin gewöhnungsbedürftiger. Das sogenannte Pale Ale wurde mit vier verschiedenen Hopfen hergestellt. Dabei: die sogenannte Kalthopfung. Knäblein: „Das ist das Maß aller Kraftbiere.“ Das Bier riecht hervorragend und höchst verlockend nach Cassis, Quitte und weiteren Früchten. Im Geschmack allerdings eher kein „Frauenbier“.

Das gleiche gilt für das „London Porter“. Ein fast schwarzes Bier, unglaublich stark und sehr herb im Geschmack. Zweifellos ein ganz besonderes Bier. „Man muss wohl wirklich ein Londoner Hafenarbeiter sein, um dieses Bier zu mögen“, schmunzelt Dr. Peter Christoph Slawek, Betriebs- und Vertriebsleiter Hotellerie Schloss Wissen. Dort können die Gäste ab morgen, 1. Juli, ihren Feierabend mit dem von Ulrich Knäblein gebrauten Handwerksbier aus der Privatbrauerei Braugut Stuhr – oder besser gesagt: der Bier-Manufaktur – dann auch im passenden Ambiente genießen.

 
 

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