Radreisende lieben „Bett und Bike“

Goch-Nierswalde..  Radeln und Übernachten ist ein Erfolgskonzept: „Ich will es gerne zugeben, für unser Haus hat die Zusammenarbeit mit dem Niederrhein Tourismus und der Initiative ‘Bett + Bike’ echte Buchungen gebracht. Die Bett+Bike-Zielgruppe beschert uns freundliche, nette Gäste“ lobte Landhaus-Chefin Sigrid Dittrich in Nierswalde die Initiative.

Die stammt vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club, kurz ADFC, der mit der Initiative Radurlaubern die Suche nach Unterkünften mit Fiets vereinfacht. Diese und weitere Angebote wurden nun vom Niederrhein Tourismus und der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve (Kreis WFG) vor Hoteliers, Betreibern von Ferienwohnungen und Tourismusförderern im Nierswalder Landhaus vorgestellt.

Etwa 5 500 „Bett+Bike“-Betriebe haben sich bislang dem Interessenverband angeschlossen. Sie engagieren sich für die Zielgruppe der Fahrrad-Reisenden. Hotels, Pensionen, Privatzimmer, Jugendherbergen und Campingplätze erfüllen mittlerweile die ADFC-Kriterien für fahrradfreundliche Gastbetriebe.

Zeitweise gebe es Gruppen, so die Landhaus-Chefin, wie die jüngste aus Dänemark, die mit Tourenleitern für eine Woche anreisten, die Radwege-Pläne im Gepäck hätten und sich nach erlebter Rundreise auf einen langen Abend im Landhaus freuten.

Genau 57,1 Prozent der Radtouristen, so trug Kerstin Lemmen vom ADFC vor, nutzen die fahrradfreundlichen Betriebe mit abschließbaren Fahrradgaragen, Werkzeug für Reparaturen, Kartenmaterial und mehr.

Mit Blick auf Kreis-Wirtschaftsförderer Hans-Josef Kuypers, der als Hintergrund aller Tourismuswerbung die Bindung von Kaufkraft für den Einzelhandel vor Ort erwähnte, unterstrich Kerstin Lemmen: „Der Radreisende gibt gerne Geld aus.“

Berit Stinn vom Niederrhein Tourismus mit Sitz in Viersen stellte den gut und gerne 40 Gästen des Morgens die Marketing-Kampagne „Typisch Niederrhein“ vor. Der Bekanntheitsgrad habe sich in den letzten Jahren um 20 Prozent steigern lassen.

Die Kreis-WfG ließ auch im Nierswalder Landhaus keinen Zweifel daran, dass die Aktivitäten der Niederrhein Tourismus GmbH ihren Beitrag dazu geleistet haben, die Zahl der Übernachtungen auf den nie dagewesenen Wert von 872 000 zu steigern.

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