Querspange ist politisch „kein Thema“ mehr

Kleve. Der CDU-Stadtverband rückt von der Querspange ab. Wie der Vorsitzende Jörg Cosar der NRZ auf Nachfrage mitteilt, sei das Straßenbauprojekt für den Stadtverband „kein aktuelles Thema“ mehr.

Für die Christdemokraten sei die Osttangente – also die Ortsumgehung Kellen – sehr viel wichtiger, als die Querspange. Bislang habe man noch nicht den Beweis führen können, dass diese Straßen nicht in einem Zusammenhang stehen, so Cosar. Um die Osttangente nicht zu gefährden, stelle man die Querspange zurück: „Die Prioritätenfolge ist für die CDU klar“, so Cosar.

Die Kritik an der neuen Straße, welche die B9 bei Donsbrüggen mit der Straße Landwehr bei Rindern entlang der Eichenallee verbinden sollte, riss nicht ab. Offenbar will sich die CDU zurzeit auch weiteren politischen Ärger ersparen.

Das LVR-Amt für Denkmalpflege teilte der Stadtverwaltung zudem mit, dass man einer Querspange nur dann zustimmen könne, wenn die Tiergartenstraße vom Verkehr abgeklemmt werde. In einem Schreiben des Denkmalpflegers Andreas Stürmer vom 6. Mai 2011, das nicht an die Stadtverwaltung gerichtet war, heißt es: „Die unveränderte Beibehaltung und Durchgängigkeit der alten Trasse (Tiergartenstraße) plus Schaffung einer neuen Trasse (Querspange) parallel zur Eichenallee sind aus denkmalfachlicher Sicht unbedingt zu vermeiden.“ Der Rückbau der Tiergartenstraße zu einer Art Fußgängerzone sei aber „kein politischer Wille“, so Jörg Cosar.

Tiergartenstraße ist kaum
vom Verkehr abzubinden

Stadtplaner Jürgen Rauer sagte, dass man die Tiergartenstraße zwar technisch vom Verkehr abbinden könne, dies aber praktisch nicht sinnvoll sei. Für Prof. Heinz Falk, Sprecher der Bürgerinitiative gegen die Querspange, würde ein Abbindung der Tiergartenstraße enorme Folgen für den Klever Ring haben: „Das würde zu erhöhtem Stauaufkommen führen.“

 
 

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