Polizei im Kreis Kleve nimmt mutmaßlichen Feuerteufel fest

Rund 90 Feuerwehrleute waren allein bei den Bränden in Geldern im Einsatz.
Rund 90 Feuerwehrleute waren allein bei den Bränden in Geldern im Einsatz.
Foto: Stephan Eickershoff / Funke Foto Services
Die Polizei im Kreis Kleve hat einen 29-Jährigen aus Wachtendonk als mutmaßlichen Feuerteufel geschnappt. Der polizeibekannte Mann soll in der Nacht zu Mittwoch mehrere Autos, ein Wohnmobil und drei Lkw angezündet haben. Die Ermittler schätzen den Schaden auf mindestens eine halbe Million Euro.

Kreis Kleve. Eine Brandserie hat in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch Feuerwehr und Polizei im Kreis Kleve auf Trab gehalten. Mehrfach soll ein 29-Jähriger in Kerken und Geldern gezündelt und damit mehrere Fahrzeuge zerstört haben. Die Polizei nahm den Verdächtigen aus Wankum später während der Fahndung fest.

Rund 90 Feuerwehrleute waren allein bei den Bränden in Geldern im Einsatz, Kurz nach Mitternacht wurden die Einsatzkräfte zunächst zu einem Lkw-Brand im Gewerbegebiet Martinistraße alarmiert. Dort brannte das Führerhaus eines Gefahrgut-Lkw, dessen Tank laut Polizei zwar leer aber noch nicht vollständig gereinigt war.

Lkw-Tanks explodierten wegen zu großer Hitze

Kurz nach 1 Uhr ging dann der nächste Alarm für die Gelderner Feuerwehr ein. Dieses Mal hatte der Feuerteufel bei einer Heizölfirma an der Dieselstraße zugeschlagen. Bei Eintreffen der Polizei kurze Zeit später brannten zwei Lkw bereits. Obwohl die Tankauflieger leer waren, explodierten die Tanks, vermutlich aufgrund der starken Hitzeentwicklung. Dabei wurden ein weiterer Lkw sowie ein Pkw beschädigt. so die Polizei weiter.

Bereits vor diesen Einsatz soll der Wachtendonker auf dem Gelände eines Autohauses in Kerken-Nieukerk sein Unwesen getrieben haben,. Dort wurden drei Pkw und ein Wohnmobil mit Brandbeschleunigern entzündet. Der Geschädigte bemerkte dies aber noch rechtzeitig und und löschte die Fahrzeuge noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr. Insgesamt geht die Polizei von wenigstens 500.000 Euro Schaden aus.

Verdächtiger hatte Brandbeschleuniger im Wagen

Da von Brandstiftung auszugehen war, fahndete die Polizei intensiv im Nahbereich der Brandorte. Und so entdeckte eine Streife auch den verdächtigen 29-jährigen Wachtendonker, der in seinem Wagen saß und widersprüchliche Angaben machte. Da seine Kleidung nach Brandrauch roch und die Polizisten im Wagen auch Brandbeschleuniger fanden, wurde der bereits polizeibekannte Mann vorläufig festgenommen.

Die Ermittlungen der Kripo, auch zu den Motiven des Mannes, dauern zurzeit an. (we)

 
 

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