Nikolaus kommt übers Wasser

Peter van Uhm, Klaus Fischer, Sven Verfondern und Heinz Ververs (v.l.n.r.) vom Klever City-Netzwerk freuen sich auf den Besuch des heiligen Mannes.
Peter van Uhm, Klaus Fischer, Sven Verfondern und Heinz Ververs (v.l.n.r.) vom Klever City-Netzwerk freuen sich auf den Besuch des heiligen Mannes.
Foto: Tim Tripp
Er bringt am Freitag, 2. Dezember, seinen Knecht Ruprecht mit. Leckere Weckmänner für die Kinder werden am Elsabrunnen verteilt.

Kleve..  Immer freitags rund um den Nikolaustag kommt der freundliche Mann mit Bischofsstab auch nach Kleve. Hier reist er traditionell seit 24 jahren übers Wasser ein. So wird es auch am nächsten Freitag, 2. Dezember, sein. Mit an Bord hat er seinem Knecht Ruprecht. Sie erscheinen vor den Kinderaugen um 17.15 Uhr mit dem Boot unter der Herzogbrücke, begleitet von anderen Booten des Kanuclubs Kleverland und fahren in Richtung Königsgarten. „Dieser Besuch mit anschließender Bescherung ist ein Geschenk an die Kinder der Stadt Kleve“, erklärt Klaus Fischer vom Klever City-Netzwerk.

Die gesamte Fahrstrecke von der Herzogbrücke bis hinter der Alten Brücke wird durch Lichterbäume, Lichterketten, Fackeln und Scheinwerfer illuminiert. Auch Anwohner mögen Fackeln und Lichter aufstellen. Wieder werden kleine Feuerwerke abgebrannt. Vor allem von den beiden Brücken aus wird es einen schönen Blick auf den goldenen Lichterregen an der Herzogbrücke geben.

Kinder und Familien können den Nikolaus bei seiner Einfahrt in die Schwanenstadt mit einem Spaziergang entlang des Spoyufers bis zur Gaststätte „Königsgarten“ begleiten. Dort wird die Ankunft des heiligen Mannes gegen 17.45 Uhr erwartet. Untermalt von den Klängen der Kapelle Priga ’03 wird dort das zweite Feuerwerk entzündet.

Dann steigen Nikolaus und Knecht Ruprecht in eine bereitstehende Kutsche am Ufer um. Und auch da laufen die Klever und touristischen Gäste mit in die Innenstadt vom Königsgarten über die Worcesterbrücke, Bleichen, an der Münze vorbei zum Klosterplatz, weiter zum Kavarinerbrunnen über die Große Straße bis zum Elsabrunnen am Fischmarkt. Dort begrüßen der Nikolaus und Knecht Ruprecht dann die großen und kleinen Besucher. Anschließend verteilen beide Weckmänner an die Kinder.

Nur bei Unwetter fiele die Veranstaltung aus. In diesem Fall sollen Sirenen die Bürger darauf aufmerksam machen. „Dann würden wir die Weckmänner in Kindergärten und Altenheimen verteilen. Das haben wir bisher nur einmal gemacht“, sagt Klaus Fischer vom Klever City Netzwerk (KCN), das die Veranstaltung organisiert.

Im 1992 wurde die Veranstaltung „Der Nikolaus kommt übers Wasser“ von der Arbeitsgemeinschaft Kavariner Straße um Rolf Verfondern und Heinz Verfers ins Leben gerufen. Anlass war die 750-Jahr-Feier der Stadt Kleve gewesen, der Zweck, den Bürgern eine Geschenk zu machen. „Die Veranstaltung war sofort ein Reisenerfolg. Ganz viele Menschen haben uns gebeten, das genau so in jedem Jahr zu machen“, erinnert sich Heinz Verfers. Bis heute hat sich am erfolgreichen Konzept so gut wie nichts geändert.

Aus dem Organisationsteam hat sich nun Rolf Verfondern zurückgezogen. Für ihn rückt Gastronom Peter van Uhm, der Betreiber des „Königsgartens“ nach. Seit zehn Jahren ist es Rainer Bies, der in das Nikolaus-Kostüm schlüpft.

Das Organisationsteam dankt allen Helfern, den Stadtwerken als Hauptsponsor und der Sparkasse Rhein-Maas, die die Kosten für das Feuerwerk übernimmt

 
 

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