Niederrhein-Banken sperren aus Angst vor Sprengung neun Filialen

Über 30 Attacken auf Geldautomaten hat es laut LKA bereits in diesem Jahr gegeben.
Über 30 Attacken auf Geldautomaten hat es laut LKA bereits in diesem Jahr gegeben.
Foto: dpa
Wegen der Spreng-Attacken auf Sparkassen-Filialen sind neun Automatenvorräume in der Nacht nicht mehr zugänglich. LKA vermutet Bande aus Holland.

Kleve. Wegen der Serie von Geldautomaten-Sprengungen gehen Sparkassen am Niederrhein dazu über, Automaten in den Vorräumen ihrer Filialen nachts zu sperren. Die Sparkasse Kleve schließt die Vorräume von neun Filialen. "Die Automaten sind von 0 bis 5 Uhr nicht zugänglich", sagte Sprecher Ludger Braam am Montag.

Täter leiten Gas in die Geräte

Sechs Automaten blieben weiter 24 Stunden am Tag nutzbar. In den vergangenen 15 Monaten seien alleine fünf Geldautomaten der Sparkasse Kleve angegriffen worden.

In diesem Jahr hat es nach Angaben der Landeskriminalamts in NRW bislang mehr als 30 Attacken auf Geldautomaten gegeben. Das LKA geht davon aus, dass es sich um mehrere Banden handelt, die aus den Niederlanden operieren. Die Täter leiten Gas in die Automaten und jagen die Geräte auf diese Weise in die Luft, um an das Bargeld zu kommen. Dadurch entstehen regelmäßig enorme Schäden.

Schon länger eingeschränkte Nutzungszeiten in Moers

Die Sparkasse Emmerich-Rees hat bereits seit einer Woche die Betriebszeiten für einzelne Geldautomaten eingeschränkt - zwischen 0 und 6 Uhr sind sie nicht zugänglich. Die Angriffe in den Nachbarstädten seien dafür der Auslöser, sagte Sprecher Markus Jansen. "Von unseren Automaten wurde noch keiner attackiert."

Bei der Sparkasse am Niederrhein (Moers) gelten schon länger eingeschränkte Nutzungszeiten für Geldautomaten in der Nacht. (dpa)