Niederlande verschieben Bau des Atomkraftwerks Borssele um drei Jahre

Der Bau des zweiten Kernkraftwerks in Borssele verschiebt sich um drei Jahre nach hinten.
Der Bau des zweiten Kernkraftwerks in Borssele verschiebt sich um drei Jahre nach hinten.
Foto: Peter Hilz/Hollandse Hoogte/laif
Der niederländische Energiekonzern Delta verschiebt den Bau des geplanten Atomkraftwerks Borssele in Holland. Grund für die Entscheidung seien aber nicht die Proteste gewesen, sondern die schlechte Marktstimmung. Diese würde es derzeit nicht erlauben, ein solches Projekt umzusetzen, teilte Delta in Amsterdam mit.

Kreis Kleve/Borssele. Um drei Jahre verschoben ist die Absicht, im niederländischen Borssele ein zweites Atomkraftwerk zu bauen. Es hatte viele Proteste auch aus dem Kreis Kleve – private wie kommunale der Städte Goch und Kleve – dagegen gegeben. Doch ausschlaggebend waren jetzt wohl die Finanzen.

Vornehmlich die Überkapazität des vorhandenen Stromkraftwerks, die niedrigen Energiepreise auf dem Markt, Finanzkrise und hohe Investitionskosten wurden genannt. Vorigen Monat hatten die deutsche RWE und der französische Energieanbieter EDF angekündigt, nicht in neue Atomkraftwerke investieren zu wollen.

Der niederländische Bauherr Delta will seine Pläne wieder auspacken, wenn sich die Voraussetzungen verbessern. Delta nennt als Vorteile der Kernenergie: niedrigen Preis und CO2-Reduktion.