Neustart im Pavillon

Andreas Gebbink
Ute Schulze Heiming am Opschlag in Kleve. Foto: Thorsten Lindekamp / WAZ FotoPool
Ute Schulze Heiming am Opschlag in Kleve. Foto: Thorsten Lindekamp / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Kleve. Für Ute Schulze-Heiming wird es ein spannendes Jahr: Ein neues Buchungssystem für Hotelgäste wird eingeführt, ein kleines Jubiläum auf Schenkenschanz steht an und nicht zuletzt wird die Bebauung der Unterstadt auch für Kleve Marketing gehörige Veränderungen mit sich bringen.

Das kleine Gebäude an der Werftstraße wird abgerissen, so viel steht schon fest. Und Ute Schulze-Heiming möchte mit ihrer Mannschaft gerne neu bauen: Ein Informationscenter am Eingangstor zur Innenstadt soll es werden. „Im Bereich des Opschlags wäre schon toll.“

„Wir müssen jetzt auf jeden Fall etwas tun“, sagt die Marketingchefin mit Blick auf die Unterstadtbebauung. Am 18. Januar werden die Pläne fürs Rathaus und den Minoritenplatz vorgestellt. Dann wird sich auch die Zukunft für Kleve Marketing zeigen.

Ute Schulze-Heiming hat ihre Pläne schon in der Schublade. Ein transparenter Informationspavillon schwebt ihr vor, wie man ihn von Schloss Moyland kennt. Über die Finanzierung wird zurzeit noch mit der Stadt diskutiert. Aber als eigenständige GmbH könne sie den Bau selbstständig in die Hand nehmen, sagt Schulze-Heiming. Fünf Mitarbeiter arbeiten für Kleve Marketing, zudem benötige man einen Empfangsbereich und Lagerräume. Ins umgebaute Rathaus wolle man allerdings nicht einziehen. „Wir benötigen eher eine repräsentative Funktion in der Unterstadt.“

Neues Buchungssystem
im Frühjahr

Einen großen Auftritt hat Kleve Marketing am 26. Januar: Dann werden die Ergebnisse einer Studie zum Thema „Tourismus als Wirtschaftsfaktor in Kleve“ vorgestellt. In dem 20-seitigen Bericht ist unter anderem zu erfahren, dass das Potenzial für Übernachtungen noch weiter ausgeschöpft werden kann. So wurden 300 Personen befragt, ob sie sich vorstellen könnten, Verwandtenbesuche auch in einem Hotel unterzubringen. Motto: „Im Hotel ist die Tante doch die bessere Verwandte.“

Die Hälfte der Befragten habe Interesse signalisiert. „Rechnet man das hoch auf die Stadt Kleve, wären das 120 000 Übernachtungen“, so Schulze-Heiming, die weiß, dass dies nur Rechenspielchen sind: „Aber allein 20 Prozent wären ja schon super.“

Auch über die Wirtschaftskraft der Tourismusbranche gebe es Interessantes zu vermelden. Die Umsätze mit Übernachtungen und Tagestouristen seien enorm. Eine genaue Zahl wollte Schulze-Heiming noch nicht nennen. Touristisch gesehen könne sich Kleve mit dem süddeutschen Ravensburg messen.

Noch im Frühjahr stellt Kleve Marketing auf der Internetseite www.kleve-tourismus.de ein neues Buchungssystem für Hotels und Ferienwohnungen, die sich beteiligen wollen, zur Verfügung. Die Seite wird in mehreren Sprachen erstellt.