Neues Gewerbegebiet schafft Jobs

Hans-Jürgen van Heesch wartet händeringend auf die Baugenehmigung.
Hans-Jürgen van Heesch wartet händeringend auf die Baugenehmigung.
Foto: Kleve
Materborner Betriebe siedeln um. 30 000 Quadratmeter sind so gut wie verkauft.

Kleve.  Hans-Jürgen van Heesch kann es kaum abwarten. „Am liebsten möchten wir noch in diesem Jahr fertig werden“, sagt der Chef der gleichnamigen Brandschutz- und Sicherheitsfirma. Sein Unternehmen an der Querallee platzt aus allen Nähten. Deshalb soll keine 150 Meter entfernt, im neuen Baugebiet, für gut 900 000 Euro eine Lagerhalle errichtet werden. „Wir warten täglich auf die Baugenehmigung“, sagt der 65-Jährige.

Warten auf Baugenehmigung

Damit alles ganz schnell geht, sobald die Genehmigung vorliegt, wurde bereits das Erdreich für die 42 Meter lange, 18 Meter breite und sechs Meter hohe Halle abgeschoben. Seit drei Jahren wartet der Unternehmer darauf, dass es endlich losgehen kann mit der Erweiterung. Denn im Stammhaus, in dem Verwaltung und Werkstatt bestehen bleiben, herrscht akuter Platzmangel. 67 Mitarbeiter beschäftigt van Heesch, weitere sollen eingestellt werden. Viele fahren morgens bis nach Köln, Aachen und Münster. Der Fuhrpark umfasst 40 Fahrzeuge.

Quasi auf gepackten Koffern sitzt auch Thomas van Beusekom. Der Werkzeug-Händler arbeitet zurzeit noch mit seinen 18 Mitarbeitern an der Kapellenstraße in Materborn und wartet ebenfalls händeringend auf die Baugenehmigung. Der 52-Jährige hat ein 4000 Quadratmeter großes Grundstück gekauft, gleich gegenüber von van Heesch. Außerdem hätte er Zugriff auf eine Optionsfläche von 3000 Quadratmeter. „Wir bauen eine Halle mit 2100 Quadratmeter Nutzfläche. Im Obergeschoss sollen Büros entstehen“, sagt er.

Interesse lässt nicht nach

„Der Bedarf an Grundstücken ist einfach da“, freut sich Wirtschaftsförderer Dr. Joachim Rasch über das Interesse von Materborner Betrieben am Gewerbegebiet.

Bis auf ein Grundstück sind die 30 000 Quadratmeter verkauft. Sieben Betriebe, unter anderem die Autowerkstatt Dregalies, würden 2014 aus Materborn umsiedeln

Selbst für den zweiten Bauabschnitt, der mit grob 70 000 Quadratmetern mehr als doppelt so groß ist, lägen bereits zahlreiche Anfragen vor, so Dr. Rasch. Hier müsste aber zunächst noch Baurecht geschaffen werden. Der Startschuss für den Baubeginn werde deshalb erst Ende nächsten Jahres fallen können.

 
 

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