Neue Fraktionsführung bei der Klever CDU

Wolfgang Gebing (links) wird neuer Fraktionschef der CDU. Udo Janssen wurde nicht mehr gewählt.
Wolfgang Gebing (links) wird neuer Fraktionschef der CDU. Udo Janssen wurde nicht mehr gewählt.
Foto: WAZ FotoPool
Wolfgang Gebing ist neuer Vorsitzender. Udo Janßen wurde nach 15 Jahren nicht mehr gewählt

Kleve.  Die Klever CDU zieht personelle Konsequenzen aus dem jüngsten Kommunalwahl-Ergebnis. Am Montagabend wurde Wolfgang Gebing von der Ratsfraktion zum neuen Vorsitzenden gewählt. Udo Janßen wurde nach 15 Jahren nicht mehr gewählt.

Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Jörg Cosar analysierte das Wahlergebnis selbstkritisch. Viele CDU-Positionen habe man nicht vermitteln können. Udo Janßen habe keine schlechte Arbeit gemacht, betont der Stadtverbandsvorsitzende. Aber nach 15 Jahren habe es wohl einen Wechsel an der Fraktionsspitze geben müssen.

Wolfgang Gebing wünscht sich mehr Transparenz: „Wir müssen deutlicher machen, warum wir Entscheidungen wie treffen und die Bevölkerung mitnehmen“, so Gebing. Ausdrücklich möchte er nicht andere beschimpfen, schließlich habe auch er in den vergangenen Jahren der Fraktion angehört: „Aber wenn ich nüchtern analysiere, dann haben wir in Kleve unsere Defizite.“

Das Wahlprogramm sei vielleicht zu stark von der Haushaltskonsolidierung geprägt gewesen. Die großen Aufgaben wie die Erneuerung der Schulgebäude oder den Neubau des Sternbuschbades habe man nicht vernünftig kommuniziert. Da habe sich das Programm vielleicht etwas langweilig gelesen, so Gebing. Obwohl es wichtige Aufgaben seien.

Gebing als Bürgermeisterkandidat?

Transparenz sei in Zukunft sehr wichtig. Künftig möchte man auf Vergabeverfahren wie das Unterstadtverfahren verzichten. Man müsse der Bevölkerung konkret sagen können, was man möchte. Das Verfahren habe jedoch die Politik zum Schweigen verurteilt. Das sei nicht gut gewesen.

Ist Gebings Wahl ein Vorzeichen für die Bürgermeisterkandidatur im September? Auf diese Frage möchte der neue Fraktionschef noch keine Antwort geben, verneint sie aber auch nicht: „Wichtig ist mir jetzt, dass wir uns als Fraktion wieder finden“. Es sei schon deprimierend gewesen, anstatt mit 23 Ratsmitgliedern nur noch mit 17 Vertretern in die Fraktionssitzung zu gehen. Besonders schade sei es, dass die jungen Christdemokraten alle nicht im Rat vertreten sind: Bastian Linssen, Sonja Hirsch und Josef Kanders haben es nicht geschafft.

 
 

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