Nachbargemeinden sind besorgt über Windpark

Ein Blick über den Reichswald.
Ein Blick über den Reichswald.
Foto: NRZ
Die niederländischen Bürgermeister aus Groesbeek und Gennep richten Brief an Günter Steins

Kranenburg.  Die Begeisterung für das Windpark-Projekt hält sich bei den niederländischen Gemeinden stark in Grenzen: Die Bürgermeister von Gennep und der neuen Fusionsgemeinde Berg en Dal (Groesbeek, Ubbergen, Millingen aan de Rijn) teilen jetzt dem Kranenburger Bürgermeister Günter Steins ihre Sorgen über die Planungen am Kartenspielerweg mit. Wie bereits mehrfach berichtet, möchte die Gemeinde Kranenburg eine Konzentrationszone für Windräder ausweisen. Innerhalb dieser Zone könnte dann das Unternehmer Abo-Wind zwölf Windräder aufstellen. Diese müssen vom Kreis Kleve genehmigt werden.

Die Bürgermeister aus Gennep und Groesbeek, Peter de Koning und Mark Slinkmann, teilen jetzt Günter Steins in einem Brief mit: „Wir sind für regenerative Energien, auch für die Windenergie, aber nicht an dieser Stelle. Die Windräder sollen entlang der Grenze aufgestellt werden, auf der Endmoräne, im Wald.“ Dies hätte gravierende negative Folgen für den Tourismus in der Region, so die Bürgermeister. Sie erwarten, dass die schöne Landschaft zerstört wird und viele Besucher die Region künftig meiden werden. „Wir kennen bereits Beispiele in Deutschland, wo die Lebensqualität durch die Errichtung von Windräder zerstört worden ist“, schreiben die Bürgermeister. Den Dörfern Ven-Zelderheide, Grafwegen und Breedeweg wolle man sie diese Entwicklung ersparen. „Wir machen uns Sorgen über die Auswirkungen, die diese Windräder auf die Bevölkerung haben werden“, so de Koning und Slinkmann.

Die Bürgermeister hoffen darauf, dass Kranenburg seine Pläne noch einmal überdenkt und dass man gemeinsam an einer touristisch attraktiven Region arbeiten werde.

 
 

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