Mönig macht den großen Karrieresprung

Dr. Roland Mönig ist die fleißige Arbeitsbiene im Musum Kurhaus. Er verlässt Kleve im Dezember.
Dr. Roland Mönig ist die fleißige Arbeitsbiene im Musum Kurhaus. Er verlässt Kleve im Dezember.
Foto: WAZ FotoPool
In Kleve hat man ihm die Stelle des Museumdirektors nicht zugetraut. Jetzt wird Roland MönigLeiter des Landesmuseums in Saarbrücken – mit 40 Mitarbeitern

Kleve.  Dr. Roland Mönig verlässt Kleve. Der Kunsthistoriker wird zum 1. Dezember neuer Direktor des saarländischen Landesmuseums in Saarbrücken. Ein großes Haus mit 40 Mitarbeitern, einer modernen Galerie, einer Altmeistersammlung und römischen Funden. Für Roland Mönig, der 16 Jahre in Kleve tätig war, ist damit ein großer Karrieresprung verbunden. Heute stellt er sich der saarländischen Presse vor.

Für das Museum Kurhaus ist sein Fortgang ein großer Verlust. Roland Mönig hat sich umfangreiche Kenntnisse in vielen Sammlungen erworben und ein breites Netzwerk in der Kunstszene aufgebaut. In Saarbrücken wird er unter anderem für die Erweiterung des Museums um 2500 Quadratmeter verantwortlich sein. Zurzeit gibt es für den Rohbau einen Baustellenstopp.

Roland Mönig freut sich auf die neue Herausforderung. Der eher zurückhaltende Kunsthistoriker wird künftig vor allem seine Managerqualitäten unter Beweis stellen müssen: Er ist für 40 Mitarbeiter verantwortlich und führt ein Haus, das im Saarland sehr im Fokus der Öffentlichkeit steht. Kultusminister Ulrich Commerçon (SPD) sagte gegenüber der saarländischen Presse: „Herr Mönig hat das Kuratorium insbesondere dadurch beeindruckt, dass er sehr breit aufgestellt ist.“

Eine große Karrierechance

Direktor Prof. Dr. Harald Kunde gratulierte Mönig zur neuen Stelle. Diese sei eine „große Karrierechance“. Mönig habe in den vergangenen 16 Jahren sehr gute Arbeit geleistet und es sei jetzt wichtig, dass seine Funktion schnell besetzt werde. Kunde möchte gerne, dass die Stelle zum 1. Januar wieder besetzt wird. Der Direktor wünscht sich einen Kunsthistoriker an seiner Seite, der über tiefgründige Kenntnisse der niederländischen Romantik (Koekkoek) und der mittelalterlichen Kunst verfügt. „Es muss ein erfahrener Mann sein“, sagt Kunde.

Der Museumsdirektor, der gerade seine erste Ausstellung in Kleve kuratiert hat, sieht den nun anstehenden personellen Einschnitt gelassen: „Ich denke, dass wir das schon hinbekommen werden.“ Immerhin sei Valentina Vlasic auch schon seit sieben Jahren dabei und eine wichtige Mitarbeiterin. Es gehöre nun mal dazu, dass es nach einer gewissen Zeit zu personellen Änderungen in einem Museum kommen muss. Und das sei auch gut so.

Ulrike Sack, Vorsitzende des Freundeskreises, findet es für Mönig „großartig“, dass er diese Stelle bekommen hat. Roland Mönig hinterlasse in Kleve eine „Riesenlücke“. Es sei jederzeit ansprechbar gewesen, immer erklärend, immer beratend tätig gewesen. Sie schätzt seine Fachkenntnis, seine loyale Arbeit und seine Besonnenheit.

Sack betont, dass es jetzt wichtig sei, eine schnelle Nachfolge zu finden. Roland Mönig sieht seine Nachfolge ganz gelassen: „Ich denke, dass sich ein guter Nachfolger finden lässt“. In der Kulturszene gebe es nicht so viele freie Stellen.

 
 

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