Minidrohne von I.S.A.R. in Duisburg hilft Leben zu retten

Die Boden-Piloten der Duisburger Hilfsorganisation  I.S.A.R. Germany verfolgen mit konzentrierten Gesichtern die ausführlichen Anweisungen von Daniel Gurdan, Geschäftsführer der Firma Ascending Technologies.
Die Boden-Piloten der Duisburger Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany verfolgen mit konzentrierten Gesichtern die ausführlichen Anweisungen von Daniel Gurdan, Geschäftsführer der Firma Ascending Technologies.
Foto: WAZ FotoPool
Als erste Rettungseinheit in Deutschland kann die I.S.A.R. mit einer Minidrohne künftig Einsatzstellen nach Naturkatastrophen erkunden und so erheblich zu der schnellen Rettung von Menschen beitragen. Ein weiterer Vorteil: Bei Erdbeben werden keine Rettungshelfer mehr in Gefahr gebracht.

Duisburg/Weeze.. Die Boden-Piloten der Duisburger Hilfsorganisation I.S.A.R. Germany verfolgen mit konzentrierten Gesichtern die ausführlichen Anweisungen von Daniel Gurdan, Geschäftsführer der Firma Ascending Technologies. Denn das, was sie auf dem Trainings-Gelände Weeze steuern lernen, ist kein einfaches Modellflugzeug, sondern eine Minidrohne, die international Rettungsgeschichte schreiben wird. Bestimmt.

Als erste deutsche Hilfsorganisation wird die I.S.A.R. Germany mit der Drohne künftig bei Einsätzen nach Naturkatastrophen die Einsatzstellen auch aus der Luft erkunden können. Eine unschätzbare Bereicherung für die Männer und Frauen der Rettungseinheit, deren Vorsitzende Daniela Lesmeister erklärt: „Die Drohne soll uns dabei helfen, bei Katastrophenlagen Menschenleben noch schneller retten zu können und die Sicherheit der Einsatzkräfte zu erhöhen.“ Denn schließlich seien bei den weltweiten Einsätzen der I.S.A.R. meist Erdbeben Auslöser für Schadenslagen. Da sind nicht selten auch die Helfer in größter Gefahr, weil die Gebäude bereits stark beschädigt und massiv einsturzgefährdet sind.

Besserer Überblick über Einsatzstellen

Die Drohne kann mit gestochen scharfen Bildern, die sie aus großer Höhe oder auch ganz nah am Geschehen schießen kann, helfen, Überblicke über die Einsatzstellen zu bekommen. „Luftbilder stehen uns dort in der Regel nämlich nicht zur Verfügung“, sagt die I.S.A.R.-Chefin.

Und wenn doch, dann nicht in der Qualität, wie auch das Team der Herstellerfirma Ascending Technologies betont. Das deutsche Unternehmen stellt der der I.S.A.R. die Minidrohne kostenlos zur Verfügung.

Schließlich ist der – wie eine Hornisse brummende – High-Tec-Flieger mit dem Namen „AscTec Falcon 8“ nicht aus Pappmaché. Er ist aus Carbon und bestückt mit Kamera, Akku und Co. gerade mal drei Kilo schwer, aber rund 18.000 Euro wert.

Acht Mini-Rotoren helfen den vom Boden agierenden Piloten die Drohne punktgenau zu steuern. 20 Minuten kann sie in der Luft bleiben und dort gemachte Bilder direkt zur Bodenstation übertragen. Lediglich starker Regen und heftiger Wind würden einem Einsatz entgegenstehen. Apropos Einsatz: „Auch bei Schadenslagen in Deutschland kann die Drohne eingesetzt werden. So bei Gebäudeeinstürzen, Hochwasser oder Großfeuern“, erklärt Lesmeister.

 
 

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