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Die Klever Geschäftsleute machen jetzt ein dickes Weihnachtsgeschäft.
Die Klever Geschäftsleute machen jetzt ein dickes Weihnachtsgeschäft.
Foto: NRZ
Der Klever Handel ist mit dem Vorweihnachtsgeschäft zufrieden. Viele Niederländer sorgten an den ersten Adventswochenende für einen sehr guten Umsatz

Kleve..  Endlich ist es kalt. „Die Witterung ist auf Winter umgeschwenkt, und das ist für eine Vertriebslinie, die Textil im Angebot hat, sehr entscheidend“, sagt Kaufhof-Geschäftsführer Johannes Hülsmann. Jetzt haben die Menschen Lust oder sehen die Notwendigkeit, warme Kleidung zu kaufen. „Die Kauflaune ist sehr gut“, freut sich Hülsmann. Besonders viel verspricht er sich vom vierten Adventswochenende und den beiden Brückentagen bis Weihnachten.

Bei Weihnachtsgeschenken schlagen die Klever und ihre Gäste offenbar richtig zu. „Spielwaren gehen wie jedes Jahr gut“, berichtet Hülsmann. Vor allem die Marke Lego gewinne weiterhin an Bedeutung. Sehr interessant findet er, dass viele Niederländer am Nikolaustag in Kleve waren - obwohl das ja eigentlich der klassische niederländische Geschenketag ist.

Thomas Hentz von Elektro-Hentz in der Neuen Mitte ist zwar grundsätzlich zufrieden mit dem bisherigen vorweihnachtlichen Geschäftsverlauf. „Am Fernsehmarkt ist allerdings mittlerweile eine Sättigung eingetreten“, berichtet er. „Wir sind mittlerweile wieder in der Situation wie vor der Erfindung des Flachbildschirms.“ Tablets, Spielekonsolen oder Fonduegeräte hingegen gingen gut. Die Zukunft sieht er jedoch nicht allzu rosig: „Wir müssen alle mit dem Online-Handel leben“, sagt er. „Wie lange der Einzelhandel das mitmachen kann, muss sich zeigen.“

Michael Kotters vom gleichnamigen Geschäft in der Kavariner Straße findet, dass die Stimmung in Kleve wieder besser geworden sei. „In den letzten zwei Wochen waren sehr viele Niederländer hier, die auch gekauft haben“, sagt er. Extrem gut liefen preiswerte Wichtelgeschenke wie zum Beispiel Eierwärmer aus Filz. Aber auch teure Elektrokleingeräte wie Entsafter oder Küchenmaschinen gingen über die Theke. Taschenmesser musste er sogar schon nachbestellen. „Für uns ist wichtig, dass die Kavariner Straße wieder stärker belegt ist“, erklärt er. Der letzte Leerstand soll nun wohl auch bald wieder besetzt sein.

Klever Schätze

Eigentlich sei der Dezember gar nicht der Monat der Niederländer, sagt Kleve-Marketing-Chefin Ute Schulze-Heiming. Die ziehe es traditionell eher zu den Groß-Weihnachtsmärkten. Andererseits wirkten zum Beispiel die Anzeigen in niederländischen Medien eben doch. „Unser Handel hat sich der Sache selbstbewusst angenommen“, freut sie sich. So habe man extra zum Weihnachtsmarkt die Flyer der „Klever Schätze“ in den Niederlanden verteilt. Offenbar mit großem Erfolg.

Weil Weihnachten aber nicht nur ein Kaufrausch sein soll, haben sich die Kaufhof-Rentner noch etwas Besonderes überlegt. Sie schenken an den Adventswochenenden Glühwein aus, der komplett vom Kaufhof bezahlt wird. Der Erlös des Verkaufs geht vollständig an die Klosterpforte. „Wir rechnen da mindestens mit einem vierstelligen Betrag“, erwartet Kaufhof-Chef Hülsmann.

 
 

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