Klever Unternehmer kämpft gegen die Schuldenfalle

Lothar Claahsen (rechts) und Karikaturist Dirk Willemsen stellen das Buch "Schulden? Nein, danke" vor.
Lothar Claahsen (rechts) und Karikaturist Dirk Willemsen stellen das Buch "Schulden? Nein, danke" vor.
Foto: Anke Gellert-Helpenstein
Der Klever Inkassounternehmer Lothar Claahsen stellt jetzt einen Finanzratgeber für junge Leute vor. Sie könnten oft ihre Rechnungen nicht bezahlen

Kleve..  „Von jetzt an werde ich nur so viel ausgeben, wie ich einnehme, selbst wenn ich mir dafür Geld borgen muss!“ Dieser Satz von Mark Twain schmückt die Rückseite eines Buches, das der Klever Inkassounternehmer Lothar Claahsen geschrieben hat. Titel: „Schulden? Nein, danke!“ Das Werk kostet 9,95 Euro – Geld, dass Betroffene besser investieren, auch wenn der Pleitegeier kreist. Auf der Wasserburg Rindern stellte er den Ratgeber für junge Verbraucher vor.

Das 101-seitige Werk ist mit Illustrationen geschmückt, die Dirk Willemsen zauberte. Die Redaktion lag bei mediamixx. Entstanden ist der Ratgeber, weil Claahsen während seiner Tätigkeit als seriöser Inkassounternehmer immer wieder fest stellen musste, dass junge Menschen häufig nicht in der Lage sind, Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

Das Büchlein sieht er als Mittel zur Prävention. In dem Ratgeber beschreibt der Inkassounternehmer anhand von 26 aus dem Leben gegriffenen Fallbeispielen wie und wo die typischen Fallstricke lauern. Er bietet aber auch Lösungsansätze, um aus der Schuldenfalle wieder heraus zu kommen. Dennoch weiß er: „Wenn nicht die Eltern und Lehrer den Kindern und Jugendlichen Finanzkompetenzen vermitteln, wird’s schwierig.“

Auch jüngste Umfragen des Bundesverbands Deutscher Inkassounternehmer (BDIU) ergaben, dass in rund 80 Prozent der Fälle im Elternhaus ein schlechtes Vorbild gelebt würde. Fatal für die eigene wirtschaftliche Einschätzung der Jugendlichen. Vielen Eltern sei es nicht möglich ihren Kindern die Grundlagen für Finanzkompetenz zu vermitteln, geschweige denn vorzuleben. „Kinder lernen in jungen Jahren zwar welche Gefahren bestehen, wenn man mit Feuer spielt,, über Geld jedoch spricht man nicht.“ Claahsens Wunsch: „Der Umgang mit Geld sollte größeren Raum als Thema in den Lehrplänen finden. Wenn praxisnahe Beispiele aus dem Alltag der Jugendlichen in die Stunden einfließen, kann Schule entscheidend zur Prävention beitragen.“

Sein „Schuldenbuch“ eignet sich als Lektüre für Betroffene. Es ist verständlich geschrieben und warnt nicht nur vor Verschuldung, sondern macht mögliche Lösungsvorschläge und hilft künftigen Schuldenfallen zu entkommen. Übrigens: Laut BDIU haben Jugendliche am meisten Schulden bei Onlinehändlern (87 Prozent), gefolgt von Telekommunikationsunternehmen, Fitnessstudios und Versandhäusern.

Das Buch „Schulden? Nein, danke!“ ist nur über die Homepage www.inkasso-claahsen.de erhältlich.

 
 

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