Klever Bürgermeisterin zeigt Facebook-Hetzer bei Polizei an

Falsche Behauptungen über entführte und vergewaltigte Kinder sind unter anderem in dem sozialen Netzwerk Facebook aufgetaucht. „Da ist nichts dran“, bekräftigt die Polizei nachdrücklich.
Falsche Behauptungen über entführte und vergewaltigte Kinder sind unter anderem in dem sozialen Netzwerk Facebook aufgetaucht. „Da ist nichts dran“, bekräftigt die Polizei nachdrücklich.
Foto: dpa
Im Internet kursiert ein Bericht über angebliche Kindesentführungen und Vergewaltigung durch Flüchtlinge in Kleve. Polizei: „Da ist nichts dran."

Kleve.. Einen besonders drastischen Fall von Hetze gegen Flüchtlinge meldete am Sonntag die Polizei Kleve: Die Beamten hatten mehrere Hinweise auf eine Veröffentlichung im Internet erhalten, in der über die angebliche Entführung und Vergewaltigung mehrerer Kinder durch Flüchtlinge in Kleve berichtet wird.

Ein privater Blogger behauptet dort wörtlich: „In einem relativ kurzen Zeitraum sind fünf Mädchen zwischen acht und zehn Jahren auf dem Schulweg brutal entführt und vergewaltigt worden und mussten mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus Kleve eingeliefert werden.“

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Der Kreispolizeibehörde Kleve liegen keinerlei Hinweise darauf vor, dass die in dem Bericht behaupteten Vorfälle tatsächlich stattgefunden haben. Offenkundig handelt es sich dabei um die gezielte Verbreitung eines falschen Gerüchtes. Ein Ermittlungsverfahren, das die strafrechtliche Relevanz der Veröffentlichung prüft, wurde eingeleitet. Auch die Bürgermeisterin der Stadt Kleve hat, nachdem sie auf die Facebook-Hetze aufmerksam gemacht wurde, Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Wie die Polizei auf Nachfrage mitteilte, seien die Behauptungen auf verschiedenen Seiten im Netz aufgetaucht – unter anderen in dem sozialen Netzwerk Facebook. „Da ist nichts dran“, bekräftigte eine Beamtin nachdrücklich. Über den Autor der Verleumdungen sowie die genaue Quelle gab die Polizei keine Auskunft. (kDow)

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