Kleve liegen neue Angebote fürs Rathaus vor

Das Klever Rathaus muss saniert werden -- nur wie und wie teuer?
Das Klever Rathaus muss saniert werden -- nur wie und wie teuer?
Foto: WAZ FotoPool
Nun der nächste Anlauf: Die Firmen Ten Brinke und Tönissen haben bis Mittwoch ihre aktuelle Sanierungsvorschläge fürs Klever Rathaus eingereicht. Dass die Stadt nun auch Niedrigenergie-Vorschläge haben wollte, könnte das Ganze noch teurer machen.

Kleve..  Das Jahr ist fast zu Ende und in Sachen Klever Rathaus gab es am Mittwoch für Fortgang des Verfahrens eine wichtige Frist. Bis 12 Uhr mittags konnten die verbliebenen Bieterparteien Ten Brinke und Tönissen ein neues Angebot für die Sanierung und den Neubau des Hauses abgeben. Nach NRZ-Information haben beide Unternehmen dies auch getan. Kämmerer Willibrord Haas: „Uns liegen Angebote vor.“ Bis zum 15. Januar möchte die Verwaltung die neuen Offerten auswerten und dann der Politik im Januar vorstellen. Am 23. Januar gehen die Pläne in den Hauptausschuss und anschließend in die Fraktionen. Am 6. Februar soll dann der Rat entscheiden.

Nach NRZ-Informationen ließ die Klever Stadtverwaltung jetzt auch ein Niedrigenergie-Rathaus prüfen. Dies bestätigen zumindest die beiden Bieterparteien.

Frank Smola von der Firma Erich Tönissen, gab gestern „eine große Kiste“ mit den Angebotsunterlagen im Klever Rathaus ab: „Jetzt haben die über die Weihnachtstage erst einmal etwas zu tun“, bemerkte er schmunzelnd. Die umfangreichen Pläne enthalte quasi zwei Angebote: die Varianten für ein „normales“ Rathaus und eine Variante für das „Niedrigenergie-Rathaus“. Das allerdings teurer sein wird.

Beim Raumprogramm habe die Verwaltung keine neuen Vorgaben gemacht, bestätigte Smola im NRZ-Gespräch. Er ist jetzt froh, dass er nach anderthalb Jahren in den kommenden Wochen mal nicht über das Rathaus nachdenken müsse.

Bruno Wojatschek, Sprecher des Unternehmens Ten Brinke, sagte gestern, dass sie die Unterlagen rechtzeitig eingereicht haben – und zwar auch unter den neuen Bedingungen. Langfristig gedacht, sei dies auch eine vernünftige Lösung, so der Unternehmenssprecher. „In der Anschaffung wird es zwar durch die Wärmedämmung teurer. Aber im Hinblick auf die zweite Miete, die Nebenkosten, hat man deutliche Einsparungen. Es ist klug gedacht, jetzt in die aktuelle Spitze der Energieeinsparung zu gehen“, so Wojatschek. Ob dies allerdings tatsächlich so kommt, muss der Rat entscheiden.

Denn: Durch die neuen Vorgaben sind die Angebote für das Rathaus nicht unbedingt günstiger geworden. Im Gegenteil. Ein Niedrigenergie-Variante wird teurer sein.

Wojatschek hofft darauf, dass es jetzt zu einer baldigen Lösung kommt: „Es sollte jetzt zügig gehen, denn die Baupreise sind in den vergangenen Jahren enorm angestiegen. Das schlägt sich auch in den Baukosten durch“, so Wojatschek, der verständlicherweise keine Preise nennen wollte.

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen