Kisters-Preisträger Fritz Leinung ist Vorbild für andere

Dirk Kraayvanger
Wilhelm Flinterhoff (li.) überreichte den Karl- und Maria-Kisters-Preis an Pfarrer Fritz Leinung Im Hintergrund: Kolping-Vorsitzender Norbert Maas.
Wilhelm Flinterhoff (li.) überreichte den Karl- und Maria-Kisters-Preis an Pfarrer Fritz Leinung Im Hintergrund: Kolping-Vorsitzender Norbert Maas.
Foto: Kleve
„Zu Hause in Kirche und Welt“ – mit dem Kolping-Motto könnte man auch den 9. Träger des Karl- und Maria-Kisters-Preises bezeichnen. Begleitet von Standing Ovations und unendlichem Applaus bekam Pfarrer Fritz Leinung am Sonntag die Auszeichnung.

Kleve.  Passend war er, der Spruch, der im Kolpinghaus nicht nur auf das 150-Jährige der Klever Kolpingfamilie im kommenden Jahre aufmerksam macht. „Zu Hause in Kirche und Welt“, so könnte man auch den 9. Träger des Karl- und Maria-Kisters-Preises bezeichnen. Begleitet von Standing Ovations und einem unendlichen Applaus bekam Pfarrer Fritz Leinung gestern diese Auszeichnung verliehen. Gesundheitlich angeschlagen ließ es sich der Seelsorger dann doch nicht nehmen, bei der Verleihung persönlich anwesend zu sein.

Das Warten und Hoffen, dass Fritz Leinung kommt, hatten sich gelohnt, erklärte Kolping-Vorsitzender Norbert Maas. Und Wilhem Flinterhoff wusste, dass „der Preisträger selbst schon einmal an der Vergabe des Preises beteiligt“ war. Vor fünf Jahren habe er als Laudator agiert. Jetzt übernahm diesen Part Kleves Caritas-Chef und Vize-Bürgermeister Joachim Schmidt, dem es trotz guter Vorbereitung, sichtlich schwer fiel, die richtigen Worte zu finden.

Er denkt über den Tellerrand hinweg

„Den Preisträger in einer Ansprache zu würdigen, könnte ganz einfach sein.“ Schließlich habe man es mit einer honorigen Persönlichkeit zu tun, die von allen hoch geachtet werde. Es wäre also eigentlich einfach einen Teil des Lebens des heute 77-Jährigen Revue passieren zu lassen. „Aber ist es wirklich so einfach?“ Man ehre schließlich Pfarrer Leinung. Der stehe, genauso wie die Kolpingfamilie, für ein Gemeinwesen und denke über den Tellerrand hinweg. „Pfarrer Leinung war und ist mildtätig. Er kann Gleichgesinnte um sich scharen und sagen: Macht mal, ich vertraue Euch, Ihr werdet es wohl richten.“ In Anlehnung etwa an sein Engagement für die Klosterpforte oder die polnische Gemeinde habe er immer wieder kleine Steine ins Wasser geworfen. „Auf der Oberfläche breiteten sich die Kreise aus“, so Schmidt. Und so fasste der Laudator zusammen: „Sie sind ein überaus würdiger Preisträger, ein Vorbild für die Mitmenschen.“ Fritz Leinung habe schon heute einen festen Platz in der Geschichte der Kolpingfamilie, in der Stadt Kleve und weit darüber hinaus, hieß es von Joachim Schmidt abschließend. Was folgten waren ein unendlicher Applaus und Standing Ovations. Irgendwie passte dann das Kolpinglied auf den Geehrten: „Vater Leinung (Kolping) lebe hoch.“ Pfarrer Leinung freute sich auf seine bescheidene Art und Weise. Wie man ihn eben kennt.