Kalkar muss nachbessern

Andreas Gebbink
In Kalkar sollen bis zu 15 Windräder aufgestellt werden können. Die planerische Grundlage dafür wurde von der Bezirksregierung nicht genehmigt.
In Kalkar sollen bis zu 15 Windräder aufgestellt werden können. Die planerische Grundlage dafür wurde von der Bezirksregierung nicht genehmigt.
Foto: WAZ FotoPool
Die Bezirksregierung erteilt keine Genehmigung für die Konzentrationszonen von Kalkarer Windkraftanlagen. Behörde sieht „kein schlüssiges Plankonzept“

Kalkar/Düsseldorf.  Die Düsseldorfer Bezirksregierung hat nach ihrer ersten Durchsicht des Kalkarer Windenergieplans keine Genehmigung erteilen können. Wie berichtet, hatte sich die Stadt Kalkar in diesem Jahr sehr intensiv mit der Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) auseinandergesetzt, um geeignete Flächen für Windräder ausweisen zu können. Diese Änderung wurde jetzt vorerst von der Bezirksregierung „kassiert“.

In einem Schreiben an die NRZ teilt die Bezirksregierung die Gründe für ihre kritische Haltung mit: „Nach Prüfung des Antrages wurde seitens der Bezirksregierung Düsseldorf festgestellt, dass der Antrag nicht genehmigungsfähig ist. Daraufhin hat die Stadt Kalkar den Antrag zurückgezogen. Gründe, aus denen die Änderung des Flächennutzungsplanes unter anderem nicht genehmigungsfähig war: Als Grundlage für die 57. FNP-Änderung „Windenergie“ hätte ein schlüssiges Plankonzept für die Windenergienutzung im gesamten Stadtgebiet dargelegt werden müssen. Dies war bei den vorgelegten Unterlagen nicht immer gegeben. Außerdem waren die von der Stadt Kalkar zu Grunde gelegten Tabukriterien für die Ermittlung der für die Windenergie geeigneten Flächen (Potenzialflächen) nicht überall nachvollziehbar.“

Probleme im Detail

Insgesamt geht es nach Aussagen des städtischen Oberbaurates Frank Sundermann um sieben Punkte, die nachgebessert werden müssen. Unter anderem stimmen offenbar einige Abstandsflächen nicht. Auch muss geprüft werden, ob die Rotorblätter der Windkraftanlagen außerhalb der angegeben Konzentrationszonen liegen. Kritisch werde auch die Stellungnahme der Wehrbereichsverwaltung beurteilt, demnach Windkraftanlagen wegen der Radarstationen gänzlich nicht möglich sind. Sundermann klärt allerdings auf, dass man nach Gespräch mit der Wehrbereichsverwaltung die Einzelfälle habe besprechen können und diese auch genehmigungsfähig seien.

Ein wichtiger Punkt ist offenbar auch die Abweichung einer bildlichen Darstellung der Konzentrationszone in Louisendorf. Hier werden 14 000 Quadratmeter mehr ansetzt, als im Plan auf einer Karte ersichtlich ist. Auch dies hat die Bezirksregierung angemerkt.

Die Stadt Kalkar hat nun die Möglichkeit, den Antrag zu überarbeiten und ihn erneut zur Prüfung bei der Bezirksregierung Düsseldorf (nach ergangenem Ratsbeschluss) einzureichen. Die Behörde weist darauf hin, dass der Flächennutzungsplan noch nicht abgelehnt worden ist. Frank Sundermann geht davon aus, dass man die Änderungen bis Ende des Monats vornehmen könne.