Jubiläum in Silber und Gold

Anke Gellert-Helpenstein
Gruppenbild mit Sonderprägung.
Gruppenbild mit Sonderprägung.
Foto: NRZ
Im Februar 2015 jährt sich Karl-Leisners Geburtstag zum 100. Mal. Internationaler Karl-Leisner Kreis gibt mit Sparkasse und Euromint Gedenkmünzen heraus

Kleve.  „Victor in Vinculis“ – diese drei Worte prägen die Rückseite einer ganz besonderen Medaille. Die Übersetzung – „Sieger in Fesseln“ – wird direkt mitgeliefert und bekommt ihren Sinn bei Betrachtung der Vorderseite: die Jährung des 100. Geburtstags von Karl Leisner im kommenden Jahr wird mit zwei Sonderprägungen in Feinsilber und in Feingold begleitet. Der Internationale Karl-Leisner-Kreis e.V. (IKLK) gibt die „Münzen“ mit der Firma Euromint und der Sparkasse Kleve als offizielle Sonderprägung heraus.

Die Medaillen sind ab sofort in der Hauptstelle der Sparkasse Kleve, Hagsche Straße 33, erhältlich. Die Feinsilbermedaille kostet 45 Euro und die Feingoldmedaille 799 Euro. Limitiert sind die Exemplare auch: Silber auf 500 und Gold auf 50 Stück. Stephan Rintelen vom IKLK, Joachim Schmidt als stellvertretender Bürgermeister für die Stadt Kleve, Propst Johannes Mecking, Sparkassenchef Rudi van Zoggel und Michael Knippschild von Euromint präsentierten gestern die ersten Exemplare der Sonderprägung. Übrigens: Die Feingold-Medaillen werden nur auf Bestellung als Einzelstücke hergestellt. Noch eine Sonderprägung wird es zum Leisner-Jubiläum geben: neun Jahre „kämpfte“ der IKLK für eine Karl Leisner-Briefmarke, die nun als 62-Cent-Marke heraus gebracht wird.

Das Leisner-Jubiläum wird auch mit einer Wanderausstellung und Gedenkgottesdiensten in Kleve, Xanten, Rees und Dachau gefeiert. Propst Johannes Mecking: „Beim Jubiläum geht es nicht nur um Karl Leisner, sondern auch um das Lebendighalten der Ereignisse. Gedenken gegen das Vergessen des Unrechtstaates und der Verbrechen.“ Neben dem 100. Geburtstag des am 28. Februar 1915 in Rees geborenen, in Kleve aufgewachsenen Leisners wird auch das 70. Jubiläum seiner Priesterweihe (1944 im KZ Dachau) begangen: Am 13. Dezember machen ein Gedenkgottesdienst in der Stiftskirche und ein Festakt im Kolpinghaus den Anfang.

Erinnert wird an Leisners Leben, seine Glaubensfindung und die heimliche Weihe zum Priester im KZ.