Interessent für das Klinikgelände

Andreas Gebbink
Die verkehrliche Öffnung des Klinikgeländes steht bald bevor. Ein Kreisverkehr soll die Lösung bringen.
Die verkehrliche Öffnung des Klinikgeländes steht bald bevor. Ein Kreisverkehr soll die Lösung bringen.
Foto: NRZ
An-Institut der Hochschule will investieren. Bedburg-Hau bekommt zudem einen Zuschuss für einen Kreisverkehr an der Uedemer Straße. Klinik wird so angebunden

Bedburg-Hau.  Die Gemeinde Bedburg-Hau darf sich freuen: Nach NRZ-Informationen gibt es sehr aussichtsreiche Verhandlungen über den Verkauf des Nordteils des LVR-Klinikgeländes. Ein An-Institut der Hochschule soll in vier Teilabschnitten das Gelände erwerben. Ferner soll die Gemeinde einen satten Zuschuss in Höhe von 80 Prozent für die Erstellung eines großen Kreisverkehrs auf der Uedemer Straße/Rosendaler Weg (wir berichteten) bekommen. Damit würde dann das Klinikgelände an den Ortsteil Schneppenbaum deutlich besser angebunden.

80 Prozent Zuschuss

Wie die NRZ erfuhr, soll die Gemeinde am 14. Dezember 2015 den Zuwendungsbescheid bereits erhalten haben. Demnach wird Bedburg-Hau für den gut 800 000 Euro teuren Kreisverkehr 607 000 Euro von Straßen NRW in diesem Jahr erhalten und im kommenden Jahr noch weitere 32 000 Euro. Die Gemeindeverwaltung verhandele zudem mit dem Landschaftsverband (LVR) über eine weitere Kostenbeteiligung in Höhe von 200 000 Euro.

Mit einem Kreisverkehr an der Uedemer Straße soll das Klinikgelände endlich besser an die Ortsmitte von Schneppenbaum angebunden werden. Wie berichtet, wird aktuell der Nordteil der Klinik neu vermarktet und soll auch in den Blickpunkt der Bedburg-Hauer Planungen rücken. Die Gemeinde soll den Kreisverkehr zunächst selbst planen und bauen und dann an Straßen.NRW übergeben. Um die Förderung des Landes zu bekommen, müsse die Maßnahme noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Geplant werde mit einem Baubeginn im August oder September. Nach NRZ-Informationen würden für die Gemeinde Bedburg-Hau Kosten in Höhe von 400 000 Euro anfallen, die über zehn Jahre gestreckt werden könnten.

Auch in die Vermarktung des Klinik-Geländes kommt offenbar Bewegung. Nach NRZ-Informationen möchte ein An-Institut der Hochschule Rhein-Waal offenbar investieren. Zurzeit bewirtschaftet das Institut bereits fünf Häuser auf dem Nordteil und beschult dort 128 Neu-Studenten. In vier Teilabschnitten soll nun der gesamte Nordteil erworben werden. Auf dem Gelände sollen weitere Studiere und qualifizierte Asylbewerber studienreif gemacht werden. Auch unbegleitete Flüchtlinge könnten dort beschult werden. Die Verwaltung soll bereits mit dem Landesjugendamt und dem Berufskolleg sowie dem Jugendamt Gespräche geführt haben.

Neue HPH-Verwaltung?

Unabhängig von dieser Investition wird die Arbeiterwohlfahrt in zwei Häusern an der Bahnstraße unbegleitete Jugendliche unterbringen und betreuen. Sollte der Kreisverkehr jetzt schnell auf den Weg gebracht werden können und der Verkauf der Klinik sich vollziehen, wird sich womöglich auch die Situation für die HPH-Verwaltung ändern. Nach NRZ-Informationen wird in der Verwaltung über einen Umzug der HPH-Verwaltung in den Südteil des Klinikgelände nachgedacht oder eventuell sogar über einen Neubau am Bahnhof.