Insolvenz: Graefenthal macht zu

Das beliebte Ausflugsziel in Goch-Asperden ist bald für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Foto: Roy Glisson
Das beliebte Ausflugsziel in Goch-Asperden ist bald für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Foto: Roy Glisson
Foto: WAZ FotoPool

Goch.. Sieben Jahre, nachdem Ijsbrand Roovers das Gut Graefenthal kaufte, viel Geld und Arbeit in die historische Anlage investierte, erlebt der Niederländer nun einen herben Rückschlag.

Gastronom Jan Spronk, der auf dem Gelände Restaurant und Hotel gepachtet hatte, meldete Insolvenz an. Ende nächster Woche wird der Betrieb eingestellt. Roovers Konsequenz: Das Kloster wird ab November für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich sein. „Wir haben hier jetzt niemanden mehr, der die Gäste empfangen kann“.

Wie es mit Graefenthal weitergehen soll, weiß Roovers noch nicht und zeigt sich skeptisch: „Ich muss mir überlegen, ob es sich lohnt, weiterzumachen.“

Erst im vergangenen Jahr hatte der Investor sieben aufwendige herrschaftliche Hotelzimmer herrichten lassen und das Kloster damit wieder ein Stück interessanter gemacht.

Die Zusammenarbeit mit Spronk lief, so ist von beiden Seiten zu hören, bis zuletzt gut, im nächsten Jahr sollte der Gastronomiebereich sogar noch ausgebaut werden. Außergewöhnliche Aktionen wie der mittelalterliche Oster- und Weihnachtsmarkt waren auf dem Weg sich zu etablieren und zur festen Größe im Gocher Veranstaltungskalender zu werden. Damit ist jetzt erst einmal Schluss, auch wenn dem Förderverein weiterhin der Zutritt zur Remise gewährt ist und er hier seine Veranstaltungen durchführen kann.

Laut Spronk hätten die ständigen Erweiterungen dem Duo vor Augen geführt, das manche Auflagen einfach nicht zu erfüllen seien, so sei man an seine Grenzen gestoßen.

Von der Insolvenz sind zehn fest angestellte Mitarbeiter betroffen, die jedoch fast alle neue Arbeitsplätze gefunden hätten, auch Spronks Café Lesezeichen in Goch bleibt weiterhin geöffnet. Die Schließung auf Graefenthal bedauert der junge Gastronom sehr: „Es ist ein großer Verlust für die Gocher, wenn sie nicht mehr hier her kommen können.“ Die Landpartie am Sonntag Nachmittag war die letzte Gelegenheit, das Flair des geschichtsträchtigen Zisterzienser-Klosters zu genießen.

 
 

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