Im Goli läuft der „Mord im Goli“

Foto: WAZ FotoPool

Goch..  Der Goch-Krimi ist fertig. Tag und Nacht haben die Macher geschnitten. Der „Mord im Goli“ ist passiert und wird gezeigt. Wer der Täter war, das können Besucher bei der Premiere am Freitag, 9. Mai, ab 20 Uhr erfahren. Und weil am 11. Mai Muttertag ist und so manche Statisten Kinder waren, gibt’s an dem Sonntag noch ein hübsches Familienkino um 16 Uhr dazu.

Aber sicher werden weitere Vorführungen nötig sein. Denn die Schauspieler kennt man ja: Es sind Gocher. Aus der überwältigenden Zahl von 50 Bewerbern mussten die Ideengeber von „GochTV“ ihre sechs Hauptdarsteller casten. Die übrigen Talente baten sie später als Statisten mitzumachen und viele taten es: Eis essen am Marktplatz, joggen an der Nierswelle. Obwohl Mord und Ermittlungen im Kino laufen, sind natürlich im Goch-Krimi neuralgische Punkte der Weberstadt zu sehen – das Hubert-Houben-Stadion mit Fußballmannschaft von Viktoria, der Stadtpark.

Alle Akteure vor und hinter der Kamera – die kleine von zu Hause – machten ehrenamtlich mit, beschreibt Sandra Schleß von Goch.TV. In acht Drehtagen war alles im Kasten. Nur ein paar Szenen mussten nachgedreht werden, zum Beispiel, weil mal eine Ton-Angel im Bild hing. Regisseurin Elke Wagner: „Das Team hat super zusammen gepasst. Der ein oder andere Lachkrampf während der Dreharbeiten war einfach nicht zu vermeiden“.

Am Anfang, vor zwei Jahren, stand die Idee. Gocher wurden aufgerufen, ein Drehbuch zu schreiben. Es gab etwa 15 Einsendungen. Ausgewählt wurde die Story „Mord im Goli“ von Michaela Lück, die im Goli-Kinoverein aktiv ist. Sie hatte ihre Story eher als Roman geschrieben. Dank der professionellen Hilfe von Edgar Weiß (ZDF, ARD, Grimme-Institut) schieb sie es zu einem fachmännischen Drehbuch um.

Das nahm sich Musiklehrer Egon Doetsch mit und hat auf jede Szene die Untermalung komponiert, „mit Xylophon und Klarinette eingespielt. Richtig schön“, schwärmt Schleß. Die Tonqualität des gesprochenen Parts im Film allerdings zeige, dass sie eben Laien seien, räumt sie ein. „Es hat viel Zeit und Arbeit gekostet“, die Tonspur verständlich hin zu kriegen. Auch wegen der Störgeräusche vom Straßenverkehr, so Aufnahmeleiter Martin Peters.

Deshalb erheben die Filmemacher auch Eintritt für ihren Streifen: Für den Erlös wollen sie professionelleres Equipment kaufen. Denn klar, wer einmal Blut geleckt hat, macht weiter – nicht als Mörder, sondern als Dreh-Team. Ob der nächste Film ein Liebes-, Horror- oder noch ein Krimistück wird, ist noch offen.

Kai Neumann spielt den Kommissar Willi Joosten, sein junger Assistent ist Thorsten Schmidt. In weiteren Hauptrollen: Daniela Lörks, Franziska Figge, Uwe Magney sowie Rudi van Gemmeren als Leiche.

Vorverkauf: Karten für die Premiere und die Familienvorstellung gibt’s bei der KulTourbühne im Gocher Rathaus jeweils für 6 Euro. Zur Premiere des „Goch.TV-Krimis“ wird Gala-Garderobe auf rotem Teppich erwartet. Zu sehen sind 40 Minuten Krimi und das „Making-of“ des Filmprojekts.

 
 

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