Hilfen für den Radfahrer

Umsetzung des Radverkehrskonzeptes. Willibrord Jansen, Meike Rohwer und Pascale van Koeverden präsentierten die neue Querung an der Steinstraße.
Umsetzung des Radverkehrskonzeptes. Willibrord Jansen, Meike Rohwer und Pascale van Koeverden präsentierten die neue Querung an der Steinstraße.
Foto: NRZ
Gestern stellte die Stadt Kleve die neue Querung an der Steinstraße vor.Sie sei ein Vorbild für weitere Maßnahmen

Kleve..  Es ist eine der am stärksten befahrenen Radstraßen in Kleve überhaupt. Die Verbindung entlang der alten Bahntrasse zwischen Griethausen und Hochschule wird nicht nur am Wochenende von unglaublich vielen Radtouristen genutzt, sondern ist auch in der Woche eine beliebte Abkürzung für Schüler, Rentner und Berufstätige, die schnell in die Stadt wollen und gerne auf dem Fahrrad sitzen. Gestern stellte die Stadt Kleve die neue Querung an der Steinstraße vor, die dem Verkehr künftig Vorrang vor den Autofahrern gibt.

Die Steinstraße wurde etwas verengt, der Radweg angehoben und mit Pflastersteinen versehen und auch Schilder und Laternen signalisieren jetzt, dass hier die Radfahrer Vorrang haben. Christian Seißer, Mitarbeiter des Ordnungsamtes, hat im Vorfeld mehrere Tage das Aufkommen der Radfahrer an der Stelle überprüft und sich gewundert: „Hier sind in der Tat unglaublich viele Menschen unterwegs. Hier gibt es mehr Fahrräder als Autos.“ Für Seißer war dies ein wichtiges Argument, um sich nicht gegen die Maßnahme zu sperren.

Weitere Veränderungen

Bauamtsleiter Willibrord Janßen teilte mit, dass die Querung als Vorbild für andere Straßen in Kleve dienen könnte. Auch an der Briener Straße und am Hammschen Weg könne man sich eine ähnliche Veränderung vorstellen. Insgesamt habe die Maßnahme an der Steinstraße 35 000 Euro gekostet. Im Verlauf sei auch eine Einschränkung des Autoverkehrs am Flasbloem/Steenowe denkbar, so Willibrord Janßen.

Im Vordergrund stehe die Sicherung des Schulweges, sagt Pascale van Koeverden, die sich in der Stadtverwaltung maßgeblich um die Umsetzung des Radverkehrskonzeptes kümmert. In diesem Zusammenhang seien auch die Maßnahmen an der Römer- und an der Merowingerstraße zu sehen. Aktuell werde geprüft, ob man auch an der Kreuzung Steinstraße / Emmericher Straße einen Aufstellstreifen für Radfahrer errichten soll. Da die Steinstraße im Kreuzungsbereich sehr schmal ist, müsse man allerdings erst noch die Machbarkeit prüfen.

Zum Thema Fahrradstraßen merkte van Koeverden an, dass auch diese in erster Linie der Schulwegsicherung dienen sollen. Im Konzept sind 45 Fahrradstraßen in Kleve vorgesehen. Mittlerweile gebe es auch touristische Fahrradstraßen in der Düffel, etwa in Düffelward. Hier sei es jedoch schwierig, die Akzeptanz und die Bedeutung einer Fahrradstraße zu vermitteln.

 
 

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