Hightech zum Anfassen

Der Nano-Truck ist zu Gast in der Hochschule Rhein-Waal
Der Nano-Truck ist zu Gast in der Hochschule Rhein-Waal
Foto: NRZ
Neueste Trends der Nanotechnologie beim Tag der offenen Tür an der Hochschule Rhein-Waal

Kleve.  Hightech zum Anfassen und Mitmachen: Am Dienstag und Mittwoch, 15. und 16. Januar, macht der Nanotruck des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit abwechslungsreichem Programm und umfangreicher Ausstellung Station vor der Technologiehalle auf dem Campusgelände in der Marie-Curie-Straße 1.

In vielen Studiengängen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen kommt man um den Begriff „Nanotechnologie“ kaum noch herum. Doch was verbirgt sich dahinter, wo steckt „nano“ heute schon drin und was bringt die Erforschung dieser winzigen Dimensionen für die Zukunft? Wer sich diese oder ähnliche Fragen schon einmal gestellt hat, für den hat der Nanotruck eine Menge Antworten im Gepäck. Mit interaktiver Exponatschau, Nanokino und Laborbereich für Workshops holt der doppelstöckige Wissenschafts-Truck die Schlüsseltechnologie aus den Laboren der Wissenschaft und bringt sie direkt zu den Bürgern. Im Rahmen von Workshops, Präsentationen und während der „Offenen Tür“ erfahren angemeldete Schulklassen sowie alle Neu- und Wissbegierigen, was Materiestrukturen, die millionenfach kleiner sind als ein Stecknadelkopf, zur Lösung wichtiger Zukunftsfragen beitragen können.

Vieles, was uns heute das Leben erleichtert, galt früher als Science-Fiction. Genauso visionär erscheint es heute, wenn Ingenieure und Wissenschaftler einen Blick in die Zukunft werfen: Wird es einmal möglich sein, einen Aufzug ins Weltall zu bauen oder Akkus wie Tinte auf Papier zu drucken? Während des Workshops „Das Nanoröhrchen“ wird klar, dass man bei solchen Vorhaben mit herkömmlichen Werkstoffen schnell an Grenzen stößt. Mit Hilfe neuartiger, auf Nanotechnologie basierender Materialien könnten sich solche und viele andere technische Schwierigkeiten vielleicht aber bald lösen lassen. Einen dieser innovativen „Baustoffe“ lernen Schulklassen im Nanotruck näher kennen: die Kohlenstoffnanoröhren (CNT).

Kreative Köpfe und neugierige Bastler kommen schließlich beim Ideenworkshop unter dem Motto „nano goes textile“ auf ihre Kosten. Denn hier werden sie ihre eigenen Ideen entwickeln und Entwürfe zeichnen, die erklären sollen, wie Textilien mit Hilfe der Nanotechnologie zukünftig beschaffen sein könnten. Die Nachwuchsforscher können aber auch selbst Hand anlegen: In Zweierteams bauen sie mit einfachsten Hilfsmitteln wie Hibiskusblütentee und Bleistiftgraphit voll funktionstüchtige Solarzellen auf nano-Basis, sogenannte „Grätzelzellen“. Die Türen des Nanotrucks stehen der interessierten Öffentlichkeit am Mittwoch, 16. Januar, von 11 bis 14.30 Uhr offen. Der Eintritt ist frei.