Graefenthal ins Mittelalter

Der mittelalterliche Weihnachtsmarkt auf dem Klostergut Graefenthal in Goch Asperden.  Foto: Thorsten Lindekamp / WAZ FotoPool
Der mittelalterliche Weihnachtsmarkt auf dem Klostergut Graefenthal in Goch Asperden. Foto: Thorsten Lindekamp / WAZ FotoPool
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Goch-Asperden.. Irgendwann reichte den Menschen der Stein nicht mehr. Sie begannen, Gegenstände und Werkzeuge aus Bronze zu gießen.

Wie das funktionierte und was man auch heute noch aus Bronze gießen kann, werden Besucher erstmals beim mittelalterlichen Weihnachtsmarkt auf dem Klostergut Graefenthal erleben können. Denn wenn die dritte Auflage des Spektakels von Freitag, 3. Dezember, bis Sonntag, 5. Dezember, wieder Tür und Tor öffnet, sind neben Märchenerzählern, Kunsthandwerkern und dem Krippenspiel auch Neuheiten vertreten.

Eine von ihnen stellt eine Studentengruppe aus dem Ruhrgebiet in Form des Bronzegießens vor. Ab Frühjahr 2011 wollen sie dann regelmäßig auf Graefenthal vertreten sein und Plaketten und Co. nach alter Tradition gießen. Den Anfang nimmt dieses Projekt auf dem Weihnachtsmarkt und wird dort „mit Sicherheit eines der großen Highlights sein“, ist sich Gastronom Jan Spronk sicher. Gemeinsam mit der Gesellschaft für Burgenmarketing aus Grefrath organisiert er am kommenden Wochenende drinnen und draußen knapp 150 Stände – mit mittelalterlichen Besonderheiten wie auch modernen Angeboten.

Handwerkliches, viele Köstlichkeiten, Krippen, Goldschmiedearbeiten sowie jede Menge mittelalterliche Darsteller und Akteure sollen Kinder und Erwachsene einmal mehr in die andere Zeit entführen. Neu sein wird auch der Klosterladen, welcher im ehemaligen Café in Zusammenarbeit mit der dort ansässigen Kulturakademie (NRZ berichtete) regionale Produkte anbietet.

„Wir haben es geschafft, hier ein Konzept zu verwirklichen, wie ich es so nirgendwo anders kenne“, sagte gestern Michael Cornély, Geschäftsführer des Burgenmarketings aus Grefrath. Denn: Mit 147 Ständen spielt der Weihnachtsmarkt auf Graefenthal inzwischen sämtliche Marktgrößen aus dem Ruhrgebiet an die Wand – nimmt man dann noch die Atmosphäre zwischen Feuerkörben, Kloster und Krippenspiel am See hinzu, „ist es perfekt“. Rund 30 Prozent der Anbieter reisen aus den Niederlanden an, „der Markt wird wieder international“.

Information: Fr., 3. Dez., 13 bis 21 Uhr; Sa: 11 bis 21 Uhr; So: 11 bis 20 Uhr. Eintritt: Erwachsene: 4 Euro. Kinder bis 14 Jahre: 2 Euro. Familien (2 Erw., max. 2 Kinder): 10 Euro. Info: www.gocher-weihnachtsmarkt.de.

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