Gocher feiern Sommer-Karneval in Italien

Bunt kostümiert und bester Laune feierten die italienischen Gäste den Gocher Karneval mit. Foto: Heinz Holzbach / WAZ FotoPool
Bunt kostümiert und bester Laune feierten die italienischen Gäste den Gocher Karneval mit. Foto: Heinz Holzbach / WAZ FotoPool
Foto: Kleve

Goch.. 26 Narren vom KCC und Bürgermeister Karl Heinz Otto fliegen heute nach Apulien. „Mit Sicherheit ein tolles Erlebnis“. Karneval im Sommer, wo gibt’s denn so etwas? Na, in Italien natürlich.

Genauer gesagt im kleinen Städtchen Putignano in Apulien. Hier wird der älteste Karneval Italiens gefeiert (vermutlich seit 1394), einmal im Winter und einmal im Sommer – am liebsten bei Temperaturen um die 30 Grad.

Die hat es beim Rosenmontagszug in Goch wohl noch nie gegeben, doch die Freude an der fünften Jahreszeit ist auf beiden Seiten gleich groß und deshalb startet die Ehrengarde vom Airport Niederrhein heute Richtung Bari, um die sommerliche Edition live mit zu erleben. Im Februar überzeugten sich die Italiener bei einem Besuch in der Weberstadt von den Gocher Traditionen und luden Bürgermeister Karl-Heinz Otto und die Karnevalisten vom Karnevals-Club Concordia (KCC) prompt zum Gegenbesuch ein.

27 KCC’ler sind mit dabei, wenn es heute vom Airport Niederrhein, der das Vorhaben unterstützt, zunächst nach Bari und dann nach Putignano geht. Die Koffer sind vollgepackt mit Kostümen und Uniformen, schließlich sollen die Gocher beim großen „corso“ am Sonntag mitziehen. „Das wird mit Sicherheit ein tolles Erlebnis“, meint der KCC-Vorsitzende Peter Toenders. Das wurde bereits beim ersten Besuch am Niederrhein im vergangenen Jahr deutlich.

„Weeze in 20 Minuten auf links gedreht“

Da kam eine Abordnung der Karnevalsgesellschaft Accademia Delle Corna aus Putignano aufwändig kostümiert nach Weeze, um das neue Flugziel Bari einzuweihen. „Die haben Weeze innerhalb von 20 Minuten auf links gedreht“, erinnert sich Toenders. Für die vier Tage in Apulien haben sich die Gastgeber ein volles Programm überlegt. Schließlich soll neben dem Karneval auch noch Zeit für eine Stadtbesichtigung, einen Besuch in den Karsthöhlen und ein Frühstück am Strand sein.

Bis das Programm stand, mussten sich die Gocher in Geduld üben. Peter Toenders bekam den Ablaufplan erst ein paar Tage vor Abflug zugeschickt und so wurde aus Plan A Plan B und daraus schließlich Plan C. „Das ist die italienische Gelassenheit“, kommentiert Toenders scherzhaft.

Nun sind die Grün-Weißen gespannt, ob die europäischen Freunde die Anregungen, die sie im Februar aus der Weberstadt mitnahmen, auch umgesetzt haben. Damals hatten sie angekündigt, über einen Rathaus-Sturm nachzudenken.

 
 

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